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Aktuelle Nachrichten

Staatliche Geldgeschenke

Mit der sogenannten prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge fördert der Staat seit 2003 die private Pensionsvorsorge und Vermögensbildung. Doch längst nicht jeder, der eine solche Zulage erhalten würde, weiß dies und/oder nimmt sie auch in Anspruch.

(kunid) Aktuell haben über 1,6 Millionen Bürger einen Vertrag für eine sogenannte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge abgeschlossen. Damit zählt diese Vertragsart laut Bundesministerium für Finanzen zu einer der beliebtesten Vorsorgeformen der Österreicher im Bereich der privaten Altersvorsorge. Allerdings könnten noch viel mehr Bürger diese staatlich geförderte Zukunftsvorsorge nutzen.

Nach Angaben der Österreichischen Finanzmarktaufsicht haben bis Ende 2013 rund 1,6 Millionen Personen einen Vertrag für eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge abgeschlossen und nutzen somit die staatliche Förderung in Form von Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen.

Da diese Art der staatlich geförderten Vermögensbildung und Altersvorsorge allen unbeschränkt steuerpflichtigen Bürgern, also allen Personen, die in Österreich ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, zusteht, könnten jedoch vielmehr als bisher eine solche staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Für Arbeitnehmer, Selbstständige bis hin zu Studenten

Ob die Personen ein Einkommen haben, spielt keine Rolle. Es werden also Arbeitnehmer, Unternehmer, Freiberufler und Landwirte genauso gefördert wie Hausfrauen/-männer und Studenten. Die Förderung wird bis zum Antritt der gesetzlichen Alterspension gewährt. Um eine Förderung zu erhalten, ist der Abschluss eines entsprechenden Vertrages, beispielsweise eines Lebensversicherungs-Vertrages, der die gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen erfüllt, notwendig.

Unter anderem besteht bei diesen Verträgen eine Garantie, dass die eingezahlten Beträge inklusive der staatlichen Prämien bis zum Vertragsablauf enthalten bleiben und somit Verluste ausgeschlossen sind. Der Vertrag muss laut gesetzlichen Vorgaben mindestens zehn Jahre laufen, wenn man bei Vertragsabschluss noch keine 50 Jahre alt war. Bei einer vereinbarten Rentenauszahlung erfolgt die Auszahlung als lebenslange, garantierte Zusatzpension.

106,04 Euro für 2014 geschenkt

Die staatliche Förderung erfolgt durch eine jährliche Zulage sowie durch Vergünstigungen bei der Steuer. Die vom Staat gezahlte Prämienzulage hängt davon ab, wie viel Jahresbeitrag für den Vertrag entrichtet wird. Zwar kann die Höhe der zu zahlenden Beiträge flexibel vereinbart werden, doch die maximale Förderung ist auf einen Höchstbetrag begrenzt, nämlich auf 1,53 Prozent des 36-Fachen der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage der Sozialversicherungen.

Die Höhe des staatlichen Fördersatzes ist im Einkommensteuergesetz geregelt und beträgt je nach Marktzinsniveau zwischen 4,25 und 6,75 Prozent der jährlichen Einzahlungen – 2014 sind es 4,25 Prozent. Die maximal geförderte Jahresprämie beträgt seit 1. Jänner 2014 dementsprechend 2.495,12 Euro – die höchste steuerliche Förderung sind aktuell 4,25 Prozent davon, also 106,04 Euro für das Jahr 2014.

Steuerfreie Zusatzpension

Zu den Steuervergünstigungen: Das im Vertrag angesammelte Kapital, die vom Staat gezahlte Förderung und die damit erreichten Erträge sind, wenn eine Rentenzahlung nach Vertragsablauf vereinbart wurde, steuerfrei. Es werden also keine Versicherungssteuer auf die Beiträge, keine Kapitalertrag- und Vermögenszuwachssteuer auf die Erträge und keine Einkommensteuer auf die Rentenauszahlung erhoben.

Für alle, die sich die staatliche Förderung nicht entgehen lassen möchten, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann. Dieser gibt Auskunft über die genaue Förderungshöhe und über den notwendigen Beitragseigenanteil, um den vollen Förderungsanspruch zu erhalten. Er hilft zudem bei der Auswahl der für die individuelle Situation passenden Vertragsvariante.

Absicherung für die Alltagsschätze

In einem Haushalt sammeln sich mit der Zeit immer mehr materielle Güter, wie Möbel, Elektro- und Hifi-Geräte, Kleidung, Schmuck, Werkzeug und andere Ge- und Verbrauchsgüter an. Wie sich dies alles ausreichend gegen Risiken wie Brand und Diebstahl absichern lässt.

(kunid) Der Wert eines Hausrates bleibt selten gleich. Im Laufe der Jahre sammeln immer mehr oder auch teurere Gegenstände wie Teppiche, Möbel, Unterhaltungselektronik, Schmuck und Kleidung an. Da das Ersparte selten ausreicht, um nach einem Brand oder sonstigen Risiken die Kosten für einen neuen Hausrat selbst zu tragen, empfiehlt sich unter anderem die Absicherung durch eine Haushaltsversicherung und je nach Ausstattung eventuell ergänzt durch andere Versicherungspolizzen.

In einer Haushaltsversicherung kann der gesamte Hausrat gegen diverse Risiken abgesichert werden. Versicherbar sind beispielsweise Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz, Diebstahl, Beraubung, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm, Hagel, Schneedruck, Steinschlag und Erdrutsch.

Gegen einen kleinen Aufpreis kann der Versicherungsschutz in den meisten Polizzen erweitert werden: zum Beispiel gegen Schäden durch Überspannung, Vandalismus, außergewöhnliche Naturereignisse wie Hochwasser, Überschwemmung, Erdbeben, Lawinen, Vermurung, aber auch gegen Glasbruchschäden.

Von Möbeln bis zum Teppichboden

Die Haushaltspolizze deckt die Schäden, die durch die versicherten Risiken entstanden sind, an fast allem, was in einem Haushalt zu finden ist im Rahmen der individuell vereinbarten Versicherungssumme ab. Zum versicherten Hausrat zählen beispielsweise Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände, wie Möbel, auch Einbaumöbel, Teppiche, Kleidung, Geschirr, Werkzeug, Elektro- und Hifi-Geräte, CDs und DVDs, Computer, Bücher, Sport- und Campingausrüstung.

Auch Heimwerkerausrüstung, also Werkzeug, sowie Lebensmittel, Kosmetikutensilien und Dinge für das Hobby wie Kanus, Ruder-, Falt- und Schlauchboote, Surfgeräte, Fall- und Gleitschirme sowie nicht motorisierte Flugdrachen sind mitversichert.

Bei Mietern oder Wohnungseigentümern sind zudem die selbst angeschafften Einbauten und Zusatzausstattungen, wenn sie dafür verantwortlich sind, über ihre Haushaltsversicherung abgesichert. Dies können beispielsweise Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen, Ausstattung von Bad und WC, Etagen- und sonstige Heizungen, Fliesen, Tapeten, Wand- und Bodenbeläge, Gebäudeverglasung, Antennenanlagen oder auch Markisen sein.

Wiederbeschaffung

Normalerweise ersetzt die Haushaltspolizze den Neuwert, also den Preis, der für die Neuanschaffung der beschädigten Gegenstände benötigt wird. Voraussetzung ist, dass die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht und die Sachen noch in Gebrauch sowie mindestens 40 Prozent des Wiederbeschaffungs-Preises wert waren. Ist dies nicht der Fall, wird der Zeitwert, der sich nach dem Zustand, dem Alter und der Abnützung der Sachen orientiert, erstattet. Tapeten, Malerei und Bodenbeläge werden meist grundsätzlich zum Zeitwert ersetzt.

Für Wertsachen wie Bargeld, auf Geldkarten geladene Beträge, Sparbücher, Schmuck, Pelze und Antiquitäten gibt es üblicherweise Sonderregelungen. Versichert sind die Wertsachen gemäß den in der Haushaltspolizze vereinbarten Entschädigungsgrenzen, beispielsweise bis maximal zu einem bestimmten Betrag oder bis zu einem vereinbarten Prozentsatz der Versicherungssumme.

Wurden die Wertsachen bei Schadeneintritt nicht in einem Tresor, wie es in den meisten Verträgen vorgeschriebenen ist, aufbewahrt, gelten üblicherweise niedrigere, ebenfalls vertraglich vereinbarte Obergrenzen. Nicht in der Haushaltsversicherung berücksichtigt werden kann der ideelle Wert einer versicherten Sache.

Wo Versicherungsschutz besteht

Der Schutz der Haushaltspolizze gilt für die Wohnung, den Garten, die Garage und eventuell die selbst genutzten Kellerräume des Versicherungsnehmers auf dem im Versicherungsvertrag angegebenen Versicherungsgrundstück. Im Rahmen der Außenversicherung sind in der Regel auch Sachen des Hausrates wie Kleidung oder Fotoapparat in anderen Gebäuden oder Räumen, beispielsweise im Hotelzimmer, ohne Aufpreis mitversichert.

Dieser Schutz gilt für den mitgeführten Hausrat bis zu einem in der Polizze festgelegten Zeitraum von meist maximal sechs Monaten und einer vereinbarten Entschädigungsgrenze, deren Höhe in der Regel zehn Prozent der Gesamtversicherungs-Summe beträgt.

Kein Versicherungsschutz besteht für weitere Wohnsitze, Wochenend- und Schrebergartenhäuser sowie Bade-, Jagd- und Skihütten und andere nicht ständig bewohnte Gebäude, außer dies wurde gesondert im Vertrag vereinbart.

Für besonders wertvolle Dinge

Einige wenige Dinge, die im Haushalt vorhanden sind oder sein können, sind nicht über die Haushaltsversicherung, sondern in der Regel über andere Polizzen abzusichern. So sind zum Beispiel Gebäudebestandteile wie das Dach, Fenster, Türen und Wände vom Hauseigentümer über die Eigenheimversicherung zu versichern. Kraftfahrzeuge, deren Anhänger, Motor- und Segelboote samt Zubehör sowie Luftfahrzeuge können meist über eine Kfz- oder Bootsversicherung abgedeckt werden. Für gewerbliche Handelswaren und Lagerbestände gibt es ebenfalls spezielle Polizzen.

Wenn die in der Haushaltspolizze möglichen Entschädigungsgrenzen nicht ausreichen, um teure Wertsachen wie Schmuck, Antiquitäten, Gemälde oder Kunstgegenstände umfassend abzusichern, können spezielle Polizzen wie beispielsweise eine Schmuckversicherung die Lösung sein. Damit können normalerweise nicht nur die tatsächlichen Werte, sondern teils auch mehr Risiken als in der Haushaltspolizze vereinbart versichert werden. Derartige Spezialpolizzen gibt es auf für wertvolle Kameraausrüstung und Musikinstrumente.

Zudem nicht von der Haushaltspolizze abgedeckt, ist der Hausrat eines Untermieters. Der Untermieter muss hierfür selbst eine entsprechende Polizze abschließen.

Wenn Kinder im Auto mitfahren

Jeder, der ein Kind im Pkw mitnimmt, muss auch für die Sicherheit des kleinen Passagiers sorgen. Was hierbei besonders zu berücksichtigen ist.

(kunid) Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz vor Verkehrsunfällen gibt, lassen sich viele schwerwiegende Verletzungen bei Kindern mit passenden Rückhalteeinrichtungen, wie sie der Gesetzesgeber vorschreibt, verhindern.

Prinzipiell dürfen Kinder unter vierzehn Jahren, die kleiner als 1,50 Meter sind, gemäß Paragraf 106 Absatz 5 KFG (Kraftfahrgesetz) Gesetz nur mit einem für das Gewicht und die Größe des Kindes geeigneten Rückhaltesystem im Auto mitfahren. Das gilt auch für kurze Strecken.

Hohes Verletzungsrisiko durch unzureichende Sicherung

Wer sich nicht daran hält, muss im Übrigen mit einer Vormerkung im Führerscheinregister und einer Geldbuße rechnen. Wird das unzureichend gesicherte Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt, droht nicht nur eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro, sondern auch ein gerichtliches Strafverfahren. Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) kann bereits ein Unfall mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h für ein nicht ausreichend gesichertes Kind tödlich enden.

Dennoch missachten viele Autofahrer die Vorschrift und sichern ihre mitfahrende Kinder gar nicht oder nur mit einem Erwachsenengurt und somit nicht ausreichend. So waren nach einer Erhebung des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) in 2010 nur 60 Prozent der Kinder, die in Autos mitfuhren, richtig gesichert. 23 Prozent der Kinder waren nicht ausreichend gesichert und 17 Prozent sogar komplett ungesichert.

Sicherung je Alter, Gewicht ...

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) erklärt in der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Sicher unterwegs im Auto“, worauf es bei der Kindersicherung im Auto ankommt. Unter anderem steht dort, dass die Mitnahme von Neugeborenen in einer Babyschale der Kindersitzprüfnorm ECE-44 Klasse 0 das Sicherste ist.

Die Babyschale ist immer rückwärts und laut Verkehrsexperten am besten auf dem Rücksitz einzubauen. Ein Kind gehört so lange in die Babyschale, bis der Kopf an den Schalenrand reicht oder es das für den Sitz erlaubte Gewicht überschritten hat.

Für Kinder mit einem Gewicht von etwa neun bis 18 Kilogramm und einem Alter zwischen ein und vier Jahren sollte man danach einen Kindersitz der ECE-Klasse I verwenden. Kindersitze der ECE-Klasse II und III bieten für Kinder mit einem Gewicht von 15 bis zu 36 Kilogramm, die noch keine 1,50 Meter groß sind, eine optimale Sicherheit.

... und Größe

Zwar darf ein Kind, das älter als vierzehn Jahre, aber kleiner als 1,50 Meter ist, auch ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen im Auto mitfahren, wenn es mit dem Sicherheitsgurt angeschnallt wird, allerdings raten Verkehrsexperten in diesem Fall dazu, trotzdem eine Sitzerhöhung zu verwenden.

Denn die serienmäßig eingebauten Sicherheitsgurte für Erwachsene sind in der Regel nur für Personen mit einer Größe ab 1,50 Meter konstruiert und verlaufen nur dann auch über die richtigen Körperstellen.

Bei kleineren Personen kann es sein, dass der Gurt statt über das Becken über den Bauch und statt über die Schulter direkt am Hals vorbeiläuft. Deshalb kann die Sicherung mit einem standardmäßigen Sicherheitsgurt bei einem Unfall dazu führen, dass eine Person unter 1,50 Meter Größe unter dem Gurt durchrutscht oder dass der Gurt innere Organe oder die Halsschlagader verletzt.

Damit ein Kindersitz auch funktioniert

Wer ein Isofix-System, also eine Steckverbindung zur Fixierung des Kindersitzes im Pkw einsetzen möchte, sollte sich vorab beispielsweise auf den Webseiten des jeweiligen Kindersitzherstellers informieren, für welchen Fahrzeugtyp das ausgewählte Kindersitzmodell einsetzbar ist. Grundlageninformationen und hilfreiche Hinweise zur Auswahl der passenden Kindersitze bietet unter anderem das Webportal www.autokindersitz.at.

Sicherheitsexperten raten von gebrauchten Kindersitzen ab, wenn man den Verkäufer nicht kennt und nicht weiß, ob der Kindersitz eventuell beschädigt ist. Ältere Sitze mit der Norm ECE 44.01 und 44.02 sind prinzipiell nicht mehr zulässig.

Selbst wenn alle Vorschriften eingehalten werden, ist die optimale Sicherheit noch nicht garantiert. Jeder Käufer eines Kindersitzes sollte sich daher beim Kauf zeigen lassen, wie dieser richtig in das jeweilige Auto eingebaut und das Kind darin gesichert wird. Denn ein falsch installierter Sitz hat bei einem Unfall unter Umständen keine Sicherheitsfunktion. Auch wer seinem Kind die Sicherheitsgurte falsch anlegt, riskiert schwere Verletzungen im Bauch- und Halsbereich.

Die häufigsten Gründe, warum Autolenker unachtsam sind

Mehr als jeder dritte Unfall mit Personenschaden wird wegen einer Unachtsamkeit eines Verkehrsteilnehmers verursacht. Eine Umfrage zeigt, wodurch sich die meisten Autofahrer ablenken lassen.

(kunid) Nach Angaben der Statistik Austria waren nach Einschätzung der Polizeiorgane Unachtsamkeit und Ablenkung von Verkehrsteilnehmern die Hauptursache für Unfälle mit einem Personenschaden. Ablenkungsgründe gibt es viele. Doch einige sorgen für mehr Ablenkung als andere, wie eine Umfrage eines Versicherers ergab.

Letztes Jahr wurden laut Statistik Austria in 38.502 Straßenverkehrsunfällen über 48.000 Personen verletzt. Die häufigste Unfallursache für diese Unfälle war nach Einschätzung der Polizeiorgane, dass Autolenker oder andere Verkehrsteilnehmer unachtsam waren. Rund 37 Prozent der Unfälle mit einem Personenschaden sind auf Ablenkung und Unachtsamkeit zurückzuführen. Innerorts liegt der Anteil sogar bei über 39 Prozent. 2013 starben allein 84 Menschen bei einem durch Unachtsamkeit verursachten Unfall, das war mehr als jeder fünfte Verkehrstote.

Eine Umfrage eines Versicherers unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, was vermehrt zu einer Ablenkung von Autofahrern führt. Rund ein Drittel der befragten Autofahrer werden nach eigenen Angaben durch ungewöhnliche Geräusche oder Signale ihres Pkws, die auf einen Defekt des Autos hindeuten, abgelenkt. Jeder Fünfte wird beim Vorbeifahren an einer Unfallstelle unaufmerksam. In beiden Fällen gaben jedoch drei Prozent mehr Frauen an, dadurch ihre Gedanken nicht mehr beim Fahren zu haben.

Wann besonders Frauen gedanklich abschweifen

Auch in anderen Situationen lassen sich Frauen laut Umfrage häufiger ablenken: Während sich 20 Prozent der Frauen von einem redseligen Beifahrer irritieren lassen, sind es bei den Männern nur 18 Prozent. Noch größer ist der Unterschied bei einem vorangegangenen Streit. Dies sorgt bei knapp 20 Prozent der Frauen, jedoch nur bei etwa 14 Prozent der Männer für Unkonzentriertheit.

Auch ein Lieblingssong, der in einer hohen Lautstärke gehört wird, ist die Ursache dafür, dass knapp 17 Prozent der Frauen und über elf Prozent der Männer nicht bei der Sache sind. Besonders groß ist der Unterschied bei Tagträumen, quengelnden Kindern oder einer auf dem Smartphone erhaltenen Nachricht. Dies lenkt 13 bis 15 Prozent der Frauen, aber nur zwischen sieben bis acht Prozent der Männer vom Autofahren ab.

Ablenkungsgründe: Frauen, Autos und Fußball

Doch es gibt auch Ablenkungsursachen, die mehr Männer als Frauen beeinflussen. So schweifen rund 17 Prozent der Männer, jedoch nur 13 Prozent der Frauen ab, wenn sie ein auffälliges Auto, Motorrad oder anderes Fahrzeug sehen. Etwa 18 Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen werden durch das Navigationsgerät irritiert.

Kommen Fußballergebnisse im Radio, ist dies für fast elf Prozent der Männer, aber nur für drei Prozent der Frauen ein Ablenkungsgrund. Am deutlichsten ist der Unterschied jedoch, wenn eine schöne Frau beziehungsweise ein schöner Mann zum Beispiel auf dem Gehweg oder sonst irgendwo ins Blickfeld kommen. Davon lassen sich immerhin 20 Prozent der Männer und nur drei Prozent der Frauen vom Autofahren ablenken.

Hohes Unfallrisiko

Ein häufig genannter Grund, der mit jeweils 18 Prozent bei gleich vielen Männern wie Frauen für Verwirrung während der Fahrt sorgt, ist das Klingeln des eigenen Mobiltelefons. Nur 23 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen gaben in der Befragung an, sich von gar nichts ablenken zu lassen.

Wer als Kfz-Fahrer nicht seine volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen richtet, erkennt oftmals zu spät gefährliche Situationen oder bringt durch eine unkontrollierte Fahrweise andere in Gefahr. Verkehrsexperten raten daher jedem Verkehrsteilnehmer, egal ob Auto-, Motorrad-, Radlenker aber auch Fußgängern, alles, was die Konzentration auf das Verkehrsgeschehen stört, zu vermeiden.

Die Krankenstandsfälle bei den Erwerbstätigen steigen stetig

Eine aktuelle Statistik zeigt, wie viele Krankenstandsfälle es in den vergangenen Jahren gab, wer besonders davon betroffen war, wie lange ein Krankenstand im Durchschnitt dauerte und welche Krankheiten die meisten Ausfälle verursachten.

(kunid) In Österreich gab es letztes Jahr fast vier Millionen ärztlich bestätigte Krankenstandsfälle. Pro Erwerbstätigem fielen im Durchschnitt 13 Krankenstandstage an. Die Hauptursachen für die Krankenstände waren Erkrankungen des Atmungssystems, gefolgt von infektiösen und parasitären Erkrankungen und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.

3.941.206 ärztlich bestätigte Krankenstandsfälle gab es laut Statistik Austria 2013 in Österreich, davon betrafen die Mehrheit, nämlich rund 2,06 Millionen Fälle, Männer. Erfasst sind die Krankenstandsfälle von Angestellten und Arbeitern, jedoch nicht jene von pragmatisierten Bediensteten (Beamte). Gemäß den Daten der Statistik Austria ist die jährliche Zahl der Krankenstände pro 1.000 Erwerbstätige seit 2007 stetig gestiegen.

Die Durchschnittsdauer pro Krankenstandsfall ist laut Statistik deutlich gesunken – von insgesamt beispielsweise 12,0 Tagen im Jahre 2003 auf 10,2 Tage in 2013. Das ergibt, so die Statistik Austria, einen Rückgang um 15 Prozent.

Je älter, desto länger der Krankenstand

Bei den Krankenstandstagen pro Erwerbstätigem ist die Entwicklung von einem leichten Auf und Ab geprägt: 2006 etwa gab es mit 11,5 Tagen pro Erwerbstätigem den bisher niedrigsten Wert, ab 2007 stieg er an, für 2011 wies die Statistik 13,2 Krankenstandstage aus. 2012 sank die Zahl auf 12,8 Tage. Vergangenes Jahr erhöhte sich die Zahl der Krankenstandstage pro Erwerbstätigem auf 13,0. Frauen fielen im Schnitt mit 13,4 Tagen etwas länger aus als Männer mit 12,6 Tagen.

Die meisten Krankenstandsfälle weist die Statistik 2013 für die 20- bis 34-Jährigen (1.487.824 Fälle) aus, gefolgt von den 35- bis 49-Jährigen (1.325.319 Fälle). Die Dauer der Krankheitsfälle steigt mit der Altersklasse: Die Durchschnittsdauer eines Falles ist mit 21,4 Tagen bei den über 65-Jährigen am längsten, gefolgt von 16,6 Tagen bei den 50- bis 64-Jährigen.

Die Hauptverursacher

Die Statistik gibt auch Auskunft darüber, welche Ursachen zu den meisten Krankenstandsfällen führten. Spitzenreiter waren Krankheiten des Atmungssystems. Sie waren laut Statistik Austria im vergangenen Jahr für 460,9 Krankenstandsfälle pro 1.000 Erwerbstätige verantwortlich. Diese Krankheitsgruppe führt die Liste seit Jahren an. Zu ihr gehören beispielsweise Erkältungsschnupfen, Bronchitis, Lungenentzündung oder Grippe.

An zweiter Stelle standen letztes Jahr mit 183 Krankenstandsfällen pro 1.000 Erwerbstätige bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten. Den dritten Platz der Hautverursacher nahmen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems ein. Sie verursachten 161,3 Krankenstandsfälle pro 1.000 Erwerbstätige. Von 2000 bis 2010 lag diese Krankheitsgruppe noch an zweiter Stelle.

Individuell abgesichert bei Krankheiten

Wer unabhängig von der Kostenlage der gesetzlichen Krankenversicherung und den gesetzlich geregelten Leistungen eine optimale Behandlung und Komfort, beispielsweise kurze Wartezeiten auf einen Facharzttermin, wünscht, kann sich mit einer privaten Krankenversicherungs-Polizze absichern. Je nach Vereinbarung sind diverse Versicherungsleistungen möglich. In einer entsprechenden Polizze können beispielsweise eine freie Arztwahl, diverse Präventionsangebote und Versicherungsschutz im Ausland abgedeckt werden.

Manche Krankenversicherungs-Verträge bieten eine Minderung der Mehrkosten für Medikamente und Behandlungen, welche die gesetzliche Krankenkasse nicht oder nur noch zum Teil übernehmen, an. Versicherbar sind zudem eine Sonderklasse-Unterbringung und -Behandlung im Spital. Je nach Vereinbarung hat man dann bei einem Spitalaufenthalt die freie Wahl bei Arzt, Chirurg und Ein- oder Zweibettzimmer, die Option auf ambulante Operationen und/oder auch die Möglichkeit, beim eigenen kranken Kind in der Klinik zu bleiben.

Damit der Versichererwechsel nicht zum Eigentor wird

Viele erhoffen sich durch den Wechsel zu einem anderen Versicherer, Geld einzusparen. Doch wer dabei nicht aufpasst, muss unter Umständen sogar draufzahlen.

(kunid) Bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherer müssen unterschiedlichste Kriterien beachtet werden, damit sich dies letztendlich auch wirklich auszahlt. Manche Angebote scheinen zwar auf den ersten Blick günstiger. Je nach den zugrunde liegenden Bedingungen und Vertragsvereinbarungen kann jedoch der Versicherungsumfang um einiges schlechter sein als beim bisherigen Versicherungsvertrag. Und auch der Kundenservice ist nicht bei allen Versicherern gleich.

In der Regel beträgt die übliche Kündigungsfrist für Haushalts-, Eigenheim-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungs-Verträge ein bis drei Monate zum Ende der Versicherungsperiode. Bei Kfz-Verträgen ist es normalerweise ein Monat. Die Versicherungsperiode und die genaue Kündigungsfrist stehen in der Polizze und in den zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen.

Ist der Vertragsablauf beispielsweise der 1. Jänner eines Jahres, und beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, muss die Polizze spätestens am 30. September des Vorjahrs schriftlich vom Kunden (Versicherungsnehmer) gekündigt und beim Versicherer eingegangen sein.

Vertrag ist nicht gleich Vertrag

Wechselwillige sollten zudem beachten, dass sich der Versicherungsumfang der angebotenen Polizzen zum bisherigen Vertrag erheblich voneinander unterscheiden kann. Im ungünstigsten Fall bleibt man nach dem Wechsel nämlich auf einem erlittenen Schaden sitzen, den die bisherige Polizze übernommen hätte, wenn der Versicherungsschutz im neuen Vertrag gemäß den zugrunde liegenden Versicherungs-Bedingungen und Vertragsvereinbarungen schlechter ist.

So kann es sein, dass in der bestehenden Haushaltspolizze Schäden, die am Wohnungsinventar durch Überschwemmung und/oder Lawinenabgänge entstehen, mitversichert sind, in einem neuen Vertrag jedoch nicht.

Besteht keine entsprechende Deckung in der neuen Polizze, müsste der Versicherte nach einem entsprechenden Schadenfall aufgrund des schlechteren Versicherungsumfangs die Schadenskosten alleine tragen.

Die Wechselnachteile bei Lebens- und Krankenversicherungen

Bei einer Lebens- oder Krankenversicherung kann eine Kündigung beziehungsweise ein Wechsel zu einem anderen Versicherer auch ohne Schaden richtig teuer werden. Denn bei der Lebensversicherung bildet sich aus den eingezahlten Prämien ein hoher Teil des Kapitalertrags erst zum Vertragsende hin. Dieser würde bei einer vorzeitigen Kündigung verloren gehen.

Zudem sind bei bestehenden Lebens- und Krankenversicherungen alle nach Vertragsabschluss aufgetretenen Krankheiten im bisherigen Vertrag mitversichert. Bei einem Neuabschluss muss sich der Kunde einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen, was dazu führen kann, dass der Schutz für bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen oder nur gegen Zuschlag übernommen wird.

Selbst eine Ablehnung eines Versicherungsantrags, der gestellt wurde, um nach einer Kündigung zu einem anderen Versicherer zu wechseln, ist nicht ausgeschlossen. Dies gilt übrigens für diverse Versicherungssparten, wie Haushalts, Eigenheim-, Haftpflicht-, Unfall-, Kfz-Kasko-, Rechtsschutz-, aber eben auch für Lebens- und Krankenversicherungen. Insbesondere, wenn zum bisherigen Sach-, Rechtsschutz-, Kfz- oder Haftpflichtvertrag zu viele Schäden gemeldet wurden, kann es sein, dass ein Versicherer einen Antrag ablehnt.

Wenn der Versicherer nur noch online erreichbar ist

Je nach Vertragsanbieter kann sich zudem die Qualität des Kundenservices erheblich unterscheiden. Versicherer, die für die Kundenbetreuung auf Versicherungsvermittler setzen, bieten in der Regel einen Vor-Ort-Service für eine Beratung und eine schnelle Hilfe im Schadenfall an. Kunden von Direktversicherungen müssen dazu in die jeweiligen Filialen fahren oder können sogar nur online Anfragen zu ihrem Vertrag stellen und telefonisch Schäden melden.

Wer einen Versichererwechsel in Erwägung zieht, um Geld zu sparen, sollte sich sinnvollerweise bevor er eine Kündigung ausspricht, nochmals mit dem Vermittler beziehungsweise bisherigem Versicherer in Verbindung setzen. In einigen Fällen lässt sich nämlich durch Ausschlüsse nicht mehr gewünschter oder benötigter Leistungen oder durch die Umstellung auf einen anderen Tarif eine Prämienminderung erzielen. Einige Euro lassen sich auch einsparen, wenn die Zahlweise von monatlich auf jährlich umgestellt wird, da dadurch der Ratenzahlungszuschlag entfällt.

Grundsätzlich sollte jeder, der den Versicherer wechseln möchte, die bestehende Polizze immer erst dann kündigen, wenn vom neuen Versicherer eine verbindliche Zusage vorliegt, dass der Anschlussvertrag angenommen wird. Ansonsten ist nicht gewährleistet, dass der Versicherungsschutz nahtlos übergeht oder aber der gewünschte Versicherungsvertrag überhaupt zustande kommt.

Worüber sich die Bürger Sorgen machen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Problembereiche hierzulande nach Meinung der Österreicher dringend gelöst werden sollten.

(kunid) Eine jüngst veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Themen, warum sich Bürger sorgen machen, aber auch der Grad der Besorgnis im Vergleich zum Vorjahr nur wenig geändert haben. Besonders die Problembereiche Arbeitslosigkeit, „Politik“ und Pensionen wurden hier genannt.

„Challenges of the Nations“ – Herausforderungen der Nationen – heißt eine internationale Studie, die der GfK Verein im Frühjahr 2014 in 17 Ländern durchgeführt hat. Rund 19.700 Interviews wurden geführt, in Österreich sind die Stellungnahmen von 1.000 Personen eingeflossen. Dabei wurde gefragt, welche Probleme und Aufgaben ihrer Meinung nach am dringendsten im Land gelöst werden müssten. Den Befragten wurden keine einschränkenden Vorgaben für ihre Antworten gemacht, Mehrfachnennungen waren möglich.

„Insgesamt haben sich die Besorgniswerte in Österreich seit 2013 wenig verändert“, fasst die GfK Austria GmbH das Ergebnis zusammen. „Mit maximal drei Prozentpunkten Abweichung bei den einzelnen Themen zeigen sie sich besonders im Vergleich mit anderen Ländern recht stabil.“

Arbeitslosigkeit vor „Politik“ und Pension

Wie in den meisten Ländern, so GfK Austria, steht auch in Österreich das Thema Arbeitslosigkeit an erster Stelle jener Themen, die als vordringliche Problemstellung gesehen werden. 29 Prozent der Befragten betrachteten dies als dringlich zu lösende Aufgabe. Dieser Wert hat seit 2011, hier waren es noch 20 Prozent, kontinuierlich zugenommen. 2009 und 2010 lag der Wert allerdings mit über 40 Prozent noch deutlich über dem diesjährigen.

Als nächst größere „Baustelle“ sehen die Befragten den Bereich „Politik und Regierung“. „15 Prozent der Österreicher zeigen sich nach einem turbulenten Wahljahr besorgt über die nachfolgenden Ereignisse“, so die GfK Austria. Damit bewegt sich die Politik seit etwa fünf Jahren auf relativ konstantem Niveau.

Praktisch gleichauf liegt der nächste Themenbereich, für den die Bürger eine Lösung wünschen. Mit 15 Prozent bleibe die Sorge um Pension und Altersvorsorge auf dem Niveau des Vorjahres und damit auf dem dritten Platz des Rankings, so die GfK Austria.

Private Lösung zur Pensionsproblematik

Wie andere Befragungen belegen, glaubt insgesamt die Mehrheit der Bürger nicht, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nur mithilfe der Pension halten können. Auch Experten rechnen unter anderem damit, dass sich die demografische Entwicklung finanziell negativ auf die Sozialleistungen wie die Pensionshöhe auswirken wird. Künftig werden nämlich noch mehr alte Menschen die Sozialleistungen in Anspruch nehmen als heute, aber weniger Erwerbstätige werden in die Sozialsysteme einzahlen.

Doch auch eine längere Lebenserwartung kann unter Umständen nachteilig sein, wenn man nicht richtig vorgesorgt hat. Denn wer länger lebt, braucht auch länger Geld, um den eigenen Ruhestand sorgenfrei genießen zu können. Deshalb ist es wichtig, schon frühzeitig an eine finanzielle Absicherung für das Alter zu denken.

Wer wissen möchte, welches Einkommen ihm insgesamt im Pensionsalter zur Verfügung steht, und welche teils auch staatlich geförderten Altersvorsorgelösungen für ihn sinnvoll sind, kann sich von einem Versicherungsfachmann beraten lassen.

Hohe Schäden durch Industriespionage

Eine Studie offenbart, wie stark Unternehmen hierzulande durch Industriespionage in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Analyse weist auch auf Lücken im Risikomanagement und in der Absicherung hin.

(kunid) Einer neuen Untersuchung zufolge ist Industriespionage ein weitverbreitetes Phänomen: Die Hälfte der befragten Unternehmen verzeichnete Angriffe oder zumindest einen Verdachtsfall. Häufig betroffen sind unter anderem die Branchen Automobil und Maschinenbau. Die Studie ortet bei heimischen Unternehmen nicht nur Mängel im Risikomanagement, auch verzichten die meisten noch auf eine mögliche Absicherung durch eine entsprechende Versicherungspolizze.

Jedes zweite Unternehmen in Österreich verzeichnete in den vergangenen zwei Jahren einen Spionageangriff oder zumindest einen Verdachtsfall. Pro Jahr entstehen bei Unternehmen durch Industriespionage Schäden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Zu diesem Schluss gelangt eine neue Studie, die die Corporate Trust Business Risk & Crisis Management GmbH, ein Beratungsunternehmen für Sicherheits-Dienstleistungen erstellt hat.

Für die repräsentative Analyse in Österreich wurden 1.396 hiesige Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche und Größe befragt. Erfasst wurden Firmen mit mindestens zehn Mitarbeitern sowie einem Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von über einer Million Euro.

Mittelstand im Visier

37,5 Prozent der von Spionageangriffen betroffenen Unternehmen erlitten dadurch einen finanziellen Schaden von 10.000 bis 100.000 Euro. Bei 15,6 Prozent bewegte sich der Schaden zwischen 100.000 Euro und einer Million Euro. 3,1 Prozent waren mit Schäden von mehr als einer Million Euro konfrontiert. Bei 25 Prozent war ein Schaden nicht nachweisbar.

Nach wie vor haben die Angreifer laut Analyse den Mittelstand im Auge, speziell den Automobil-, Luftfahrzeug-, Schiffs- und Maschinenbau. 18,2 Prozent der Angriffe entfielen auf diesen Sektor. „Keine andere Branche wird so oft angegriffen“, sagt Alfred Czech, Geschäftsführer von Corporate Trust in Wien. „Die Produkte dieser Unternehmen werden auf Grund ihrer ständigen Innovationen und ihrer hohen Qualität weltweit geschätzt. Umso wichtiger ist es, deren Innovationskraft und damit deren Know-how zu schützen.“

An zweiter Stelle (14,6 Prozent) der österreichischen Unternehmen, die häufig von Cyber-Kriminellen attackiert werden, stehen die Eisen-, Stahl- und Metallverarbeitung, gefolgt von der Elektrobranche (12,7 Prozent).

Quellen der Hackerangriffe

In einigen Fällen ist es den betroffenen Unternehmen möglich gewesen, Angaben zur geografischen Herkunft der Angreifer zu machen. 36,4 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die erfolgten Spionageangriffe am häufigsten von Osteuropa ausgingen.

Dahinter folgen die GUS-Staaten (30,9 Prozent). Auch aus Österreich selbst (ebenfalls 30,9 Prozent) und aus Nordamerika (21,8 Prozent) habe es zahlreiche Angriffe gegeben. „Immer mehr Unternehmen müssen feststellen, dass Angriffe auch in der Heimat und aus befreundeten Staaten heraus stattfinden“, so Czech.

Die Angreifer gehen der Studie zufolge sehr unterschiedlich vor. 41,8 Prozent der betroffenen Unternehmen erlebten Hackerangriffe auf ihre EDV-Systeme und ihre Geräte. 40 Prozent berichten von Abhör- beziehungsweise Abfangaktionen elektronischer Kommunikation. An dritter Stelle (38,2 Prozent) steht der Datendiebstahl durch eigene Mitarbeiter, an vierter (25,5 Prozent) der „Abfluss von Daten“ durch Externe wie Zulieferer und Berater.

Mängel im Risikomanagement

Besonders stark gefährdet sind laut der Studie die Bereiche IT-Administration und IT-Service. 21,6 Prozent der betroffenen Unternehmen geben an, hier bereits Schäden erlitten zu haben. Danach folgen die Bereiche Forschung und Entwicklung (18,2 Prozent), Mergers & Acquisitions (16,4 Prozent), Vertrieb (14,6 Prozent) und Fertigung (12,7 Prozent) in der Gefährdungsskala. Insgesamt führen nach eigenen Angaben mehr als drei Viertel der Unternehmen keine Sicherung der besonders sensiblen Bereiche – beispielsweise mittels Videoüberwachung – durch.

Aus der Analyse ergibt sich zudem, dass die Firmen „viel zu oft“ dem jeweiligen Mitarbeiter die Entscheidung überlassen, ob Informationen geschützt werden müssen und, wenn ja, wie. „Nur 21,2 Prozent der österreichischen Unternehmen haben eine Schutzbedarfsanalyse durchgeführt und festgelegt, welche Daten/Informationen unbedingt geschützt werden müssen“, so die Studienautoren. Lediglich 3,4 Prozent der Unternehmen verfügen außerdem über eine Versicherung gegen die finanziellen Risiken eines Datenverlusts.

Neben einer Allgefahren-Versicherung für Computer und sonstige IT-Anlagen bieten manche Versicherer nämlich spezielle Versicherungen gegen Cyberrisiken an. Damit lassen sich diverse Kosten, die durch einen geglückten Hackerangriff entstehen können, absichern. Darunter fallen zum Beispiel Ausgaben für die Wiederherstellung beschädigter oder zerstörter Daten, Aufwendungen, um eine Betriebsunterbrechung zu verhindern, aber auch mögliche Kosten für ein notwendiges Krisenmanagement, nachdem Cyberkriminelle geklaute Daten unerlaubt veröffentlicht haben.

Finanzieller Schutz für Singles und Alleinerziehende

Rund 1,65 Millionen Bürger leben in Österreich alleine oder als Alleinerziehende. Worauf insbesondere Singles oder Alleinerziehende achten sollten, um auch in schwierigen Situationen finanziell abgesichert zu sein.

(kunid) Nach Angaben der Statistik Austria leben von den knapp 8,37 Millionen Bürgern in Österreich jeder Fünfte als Single oder Alleinerziehender. Da gerade diese Personengruppen häufig nicht durch andere eine finanzielle Rückendeckung haben, ist eine entsprechende Vorsorge notwendig, damit beispielweise bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit kein finanzielles Fiasko droht.

Die Mehrheit der Alleinlebenden finanzieren sich bis zum Pensionsalter überwiegend aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Wird man als Single aus irgendeinem Grund wie einem schweren Unfall oder einer langwierigen Krankheit berufsunfähig, kann es daher schnell zu finanziellen Schwierigkeiten kommen.

Denn die gesetzliche Absicherung bei einer eintretenden Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit durch eine Erwerbs-, Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeits-Pension ist begrenzt. In der Regel kommt es nämlich bei einer dauerhaften Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit zu einer Einkommenslücke im Vergleich zum bisherigen Aktiveinkommen.

Wenn eine Berufstätigkeit nicht mehr möglich ist.

Insgesamt wurden 2013 mehr als 204.000 Invaliditäts-, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitspensionen ausbezahlt. Im Durchschnitt erhielten die Bezieher einer vollen Invaliditäts-, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitspension 1.126 Euro im Monat. Das durchschnittliche Medianeinkommen von Arbeitern und Angestellten lag bereits ein Jahr zuvor bei 2.318 Euro. Nicht nur, aber besonders für Alleinstehende kann diese Einkommenslücke dazu führen, dass sie ihren bisherigen Lebensstandard nicht mehr halten können.

Die private Versicherungswirtschaft bietet daher Lösungen an, um einen fehlenden oder auch unzureichenden gesetzlichen Schutz abzudecken. Eine private Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung zahlt beispielsweise eine vereinbarte Rente, wenn der Versicherte nach einem Unfall oder aufgrund einer Krankheit dauerhaft seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Nachdem ein optimaler Versicherungsschutz nicht nur vom Familienstand, sondern auch von der finanziellen Situation, der Berufstätigkeit sowie der individuellen Lebensplanung abhängt, ist es sinnvoll, sich von einem Versicherungsexperten ausführlich beraten zu lassen.

Für eine unfallfreie Kindheit

Laut Statistik verunglücken in Österreich jeden Tag mehr als 435 Kinder bis 14 Jahren so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Experten erklären die größten Risiken und welche Präventivmaßnahmen sinnvoll sind.

(kunid) Unfälle stellen in Österreich die größte gesundheitliche Gefahr für Kinder dar. Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) werden jährlich rund 159.500 Kinder so schwer bei Verkehrs- oder Freizeitunfällen verletzt, dass sie stationär versorgt werden müssen. Viele dieser Unfälle könnten durch Schutzmaßnahmen verhindert werden.

Nach Angaben der Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) verunglückten 2012 rund 2.900 Kinder bis 14 Jahren im Straßenverkehr, über 36.000 in der Schule oder im Kindergarten, 41.100 beim Sport und 75.800 zu Hause. Besonders häufig sind bei den Kindern Unfallverletzungen am Kopf, Knochenbrüche sowie Verletzungen an der Wirbelsäule oder den Organen. Mehrere Hundert Kinder werden zudem wegen Verbrennungen oder einer Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Ein Großteil der Kinderunfälle lässt sich nach Angaben von Experten jedoch durch umsichtiges Verhalten, altersgerechte Sicherheitsmaßnahmen und eine gewissenhafte Aufsicht vermeiden.

Unterwegs und zu Hause

Im Auto ist beispielsweise die grundsätzliche Verwendung einer altersgerechten und geprüften Sitzsicherung wichtig: Je nach Alter, Größe und Gewicht darf das Kind nur in einer geeigneten Liegeschale oder einem Kindersitz mitgenommen werden – egal wie kurz die Strecke ist. Dies kann zwar in der Regel keine Unfälle verhindern, doch zumindest die Verletzungen so gering wie möglich halten. Das Gleiche gilt für den Fahrradhelm, den nicht nur Kinder bis 12 Jahren beim Fahrradfahren immer aufhaben sollten.

Sind die Kleinen zu Fuß unterwegs, sollten sie durch Reflektoren an der Kleidung und durch bunte Farben bei jeder Witterung für andere Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen sein.

Kleine Kinder dürfen wegen der Gefahr des Ertrinkens zudem niemals ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden sowie auf einem Gelände mit Gartenteich oder sonstigem Gewässer sein. Heiße Speisen und Getränke oder auch am Herd stehende Töpfe mit heißem Inhalt sind immer außer Reichweite der Sprösslinge zu halten, um Verbrühungen zu vermeiden. Selbst eine Tischdecke kann zur Unfallfalle werden, wenn ein Kind versucht, sich daran festzuhalten, und dadurch die Decke samt daraufstehendem Geschirr mit Speisen vom Tisch zieht.

Gegen Stürze, die Gefahr des Erstickens und Stromunfälle

Treppenschutzgitter, spezielle Sicherheitsriegel an Fenstern sowie Schutzgitter an Etagenbetten verhindern gefährliche Stürze. Bei Säuglingen sollte man diesbezüglich beim Wickeln immer eine Hand am Kind halten. Kinder, die sich an Regalen und/oder Schränken hochziehen, können diese leicht zum Umfallen bringen. Daher sollten derartige Möbel gut an der Wand und/oder am Boden verankert sein.

Verschluckbare Kleingegenstände wie Knöpfe oder Ringe, sowie Medikamente, Zigaretten, Alkohol und Putzmittel müssen außer Reichweite von Kleinkindern sein, um Vergiftungen oder Ersticken vorzubeugen. Dies gilt auch für giftige Pflanzen in Wohnung und Garten.

Stromunfälle lassen sich durch Kindersicherungen in jeder Steckdose und das Wegräumen von elektrischen Geräten verhindern. Herumhängende Schnüre beispielsweise an Vorhängen oder an der Kleidung sowie in Reichweite liegende Kabel können schnell zur Strangulationsfalle für ein Kind werden und sind daher zu vermeiden.

Brandgefährlich

Brandverhütungsexperten empfehlen allen, die Kinder erziehen oder betreuen, so früh wie möglich auf eine richtige Feuer- beziehungsweise Brandschutzerziehung Wert zu legen, um ein Zündeln der Kinder zu verhindern. Es ist beispielsweise sinnvoll, im Zuge von Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten, die eng mit Kerzenlicht verbunden sind, Kindern den sorgfältigen und bewussten Umgang mit Licht und Feuer näherzubringen.

Kinder sollten zudem nie ohne Aufsicht von Erwachsenen bei einem offenen Feuer wie einem Grill oder einem offenen Kamin sein. Auch andere Brandrisiken wie Halogenleuchten als Nachttisch- oder Kinderschreibtisch-Lampen gilt es zu vermeiden. Die genannten Leuchtmittel können nämlich eine Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius erreichen und Materialien wie Papier, Stoffe oder Bettzeug schnell in Brand setzen. Neben einem Feuerlöscher gehören Rauchwarnmelder im Flur, im Wohnzimmer und im Kinderzimmer zu den bedeutendsten Schutzmaßnahmen.

Detaillierte Informationen und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, gibt es kostenlos in herunterladbaren Flyern und Broschüren des KfV. Unter anderem sind folgende Ratgeber erhältlich: „Sicher groß werden“, „Checkliste: Spielplatz“, „Gift: Gefahr für Kinder“, „Checkliste für den Helmkauf“, „Verbrennungen: Prävention und erste Hilfe“, „Lebensretter: Kindersitz“ sowie „Kinder im Straßenverkehr: sicher unterwegs“. Erste-Hilfe-Tipps zu den verschiedensten Verletzungsarten bei Kindern sind zudem in einem Webportal des Bundesministerium für Gesundheit zu finden.

Finanzielle Absicherung für den Ernstfall

Da trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer ein Unfallrisiko besteht, ist eine umfassende Absicherung vor den finanziellen Folgen und Mehrbelastungen durch unfallbedingte Gesundheitsschäden wichtig. Eine private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr weltweiten Schutz, also sowohl bei Unfällen zu Hause und in der Schule als auch in der Freizeit.

Je nach Vereinbarung erhält man bei einer unfallbedingten Invalidität eine monatliche Rente und/oder eine Versicherungssumme ausbezahlt. Weitere Leistungen, also zum Beispiel ein Spitalsgeld, Zuschüsse für kosmetische Operationen oder die Erstattung sonstiger anfallender Kosten nach einem Unfall, wie Heil-, Bergungs- und Rückholkosten, können oftmals optional vereinbart werden.

Eine private Krankenzusatz-Versicherung sorgt außerdem dafür, dass ein unfall-, aber auch krankheitsbedingter Spitalaufenthalt für das Kind so angenehm wie möglich wird. Unter anderem können hier Leistungen wie die freie Wahl des Spitals, eine Unterbringung in einem Sonderklassezimmer mit Chefarztbehandlung und/oder die Kostenübernahme für die zusätzliche Unterbringung einer Begleitperson des Kindes in der Klinik vereinbart werden.

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