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Aktuelle Nachrichten

Damit ein Großschaden nicht in die Firmenpleite führt

Bei Brand-, Sturm- oder Überschwemmungsschäden in Firmen sind oft nicht nur Sachwerte betroffen. Ertragsausfälle durch Folgeschäden wie Betriebsausfall und Produktionsstillstand können ohne den richtigen Versicherungsschutz das finanzielle Ende eines Unternehmens bedeuten.

(kunid) Die meisten Unternehmer denken in erster Linie an die Absicherung möglicher Sachschäden infolge Brand, Sturm oder Diebstahl am Geschäftsgebäude oder an Maschinen, Einrichtung, Waren und Vorräten. Im Schadenfall drohen jedoch auch hohe Ertragsausfälle, bis der alte Zustand wiederhergestellt ist. Die laufenden Kosten, zum Beispiel für Löhne und Gehälter, Kredite und Pacht, müssen nämlich weiterbezahlt werden. Für Firmen, die nicht passend abgesichert sind, ein nahezu unlösbares Problem.

Zwar ist den meisten Unternehmern eine Betriebs-, Inhalts- oder Geschäftsversicherung, die ähnlich der privaten Haushaltsversicherung für einen entstandenen Sachschaden in einem Betrieb durch Brand, Einbruch-Diebstahl/Raub, Leitungswasser, Sturm und Hagel einspringt, bekannt.

Doch dieser Versicherungsschutz alleine reicht bei einem Großschaden nicht aus, dass die betroffene Firma finanziell abgesichert ist. Denn bei einem solchen Schaden muss mit Ertragsausfällen infolge eines Betriebsstillstandes gerechnet werden, wenn Maschinen, Anlagen und Gebäudeteile nicht umgehend repariert oder ein Ersatz dafür beschafft werden können.

Abgesichert bei Betriebsstillstand

Hilfreich ist in diesem Fall eine Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Der Versicherungsumfang ist optional wählbar. Je nach Vereinbarung deckt sie einen aus einem Sachschaden, also Brand-, Sturm- oder Leitungswasserschaden, entstandenen Ertragsausfall ab. Kleinere Betriebe und Freiberufler können sich bei vielen Versicherern zudem gegen einen Ertragsausfall, der aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit des Geschäftsinhabers verursacht wurde, versichern.

Die Betriebsunterbrechungs-Polizze ersetzt die fortlaufenden Betriebskosten, aber auch den entgangenen Gewinn, bis das Unternehmen wieder planmäßig arbeiten kann, beziehungsweise maximal bis zu dem im Versicherungsvertrag vereinbarten Zeitraum.

Kombinierter Schutz

Eine Betriebsunterbrechungs-Polizze wird entweder als separater Vertrag oder auch als Kombiprodukt in Verbindung mit einer Betriebs-, Inhalts- oder Geschäftsversicherung angeboten. Welche Polizzenvariante sinnvoll ist, hängt von den benötigten Versicherungssummen ab. In vielen kombinierten Polizzen ist die Versicherungssumme für einen Betriebsunterbrechungs-Schaden auf einen festgelegten Anteil der Versicherungssumme, die in der Betriebsversicherung für die Sachschäden gilt, beschränkt.

Beispiel: In der Geschäftsversicherung ist eine Versicherungssumme von 100.000 Euro für den zu versicherten Wert des Firmeninventars mit Maschinen, Möbeln, Waren und Vorräten vereinbart. Die Versicherungssumme für die im Versicherungsvertrag mitversicherte Betriebsunterbrechungs-Versicherung ist auf maximal 50 Prozent der in der Geschäftsversicherung abgeschlossenen Versicherungssumme beschränkt. Im Falle eines Betriebsunterbrechungs-Schadens würde der Versicherungskunde daher maximal 50.000 Euro erhalten.

Bei hohen Erträgen

Für Firmen mit einem hohen Ertrag empfiehlt sich eine eigenständige Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Bei dieser Polizze wird die frei zu vereinbarende Versicherungssumme entsprechend dem tatsächlichen Bedarf ermittelt und versichert. Der tatsächliche Bedarf setzt sich unter anderem aus den üblicherweise im Unternehmen erwirtschafteten Gewinn sowie den anfallenden Kosten und Ausgaben wie Löhnen, Leasing-, Pacht- und Mietkosten und den weiterlaufenden Kreditverpflichtungen zusammen.

Die Versicherungssumme und der Versicherungsumfang können zudem je nach versichertem Risiko, also beispielsweise für Brand, Sturm, Leitungswasser und/oder Sturm bedarfsgerecht vereinbart werden. Tipp: In vielen Betriebs-, aber auch Betriebsunterbrechungs-Versicherungen lassen sich auch Schäden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmung, Schneedruck und Erdrutsch optional absichern.

Wenn Autos „teilweise“ gestohlen werden

Diebe haben es zunehmend auf bestimmte wertvolle Einzelteile von Fahrzeugen abgesehen. Nicht nur für die Bestohlenen kann dies unangenehme Folgen haben.

(kunid) Immer häufiger werden wertvolle Autoteile gestohlen, insbesondere Airbags, (eingebaute) Navigationssysteme und Katalysatoren, meldet das Bundeskriminalamt. Neben den Beklauten können auch ahnungslose Bürger, die im Internet einkaufen, Opfer der Diebe werden. Das Diebesgut wird nämlich häufig auf Internetplattformen zu Niedrigpreisen angeboten. Käufer solcher Teile können schließlich sogar Besuch von der Polizei bekommen.

So manches Auto wird nicht komplett gestohlen, sondern nur teilweise – im wahrsten Sinn des Wortes. Wie das Bundeskriminalamt (BK) des Innenministeriums (BMI) mitteilt, haben es die Diebe neben Wertgegenständen immer häufiger auf wertvolle Fahrzeugbestandteile abgesehen – und richten damit entsprechenden Schaden an.

Teileklau hat deutlich zugenommen

2012 wurde laut BMI 12.110 Mal in Kraftfahrzeuge eingebrochen, zudem wurden 5.160 Fälle von Diebstahl sonstiger Kfz-Teile registriert. 2013 sank zwar die Zahl der Einbrüche auf 10.845 Fälle und damit um 10,4 Prozent, zugleich stieg aber jene der Diebstähle sonstiger Kfz-Teile auf 6.337, was einem Plus von 22,8 Prozent entspricht.

„Kameras, Handys, Laptops, Aktentaschen, in einem Auto sichtbar abgelegt, sind für Diebe eine leichte Beute. Sie schlagen die Scheibe ein und bedienen sich“, so das BK in seinem aktuellen Magazin „Öffentliche Sicherheit“. Dabei handele es sich hauptsächlich um Einzeltäter und oft spontane Beschaffungsdiebstähle.

Organisierter Diebstahl

„Professioneller und organisierter gehen Kriminelle vor, die es auf Autoteile abgesehen haben. Airbags, Scheinwerfer, Reifen, Navigationssysteme, Multifunktionslenkräder, Steuerungsgeräte und Katalysatoren sind eine heiß begehrte Beute“, heißt es weiter.

Dass die Teile meistens „fachgerecht ausgebaut“ werden, deute darauf hin, dass es sich großteils vermutlich um professionelle Täter, also organisierten Diebstahl, handle.

Wertvolle Sachen und Stoffe in wenigen Minuten gestohlen

Airbags zu stehlen, bereite den Tätern keinen großen Aufwand. Ans Werk gehen sie laut dem BMI-Magazin vor allem in Tiefgaragen von Wohnhausanlagen, und das meist nachts. Hatte die Polizei 2012 noch 439 Airbag-Diebstähle registriert, so waren es 2013 bereits 679, im ersten Halbjahr 2014 belief sich die Zahl auf 300.

Nur wenige Minuten brauche ein Dieb, um ein eingebautes Navigationssystem zu entwenden. Bis Mitte 2014 zählte die Polizei 250 Diebstähle allein aus neuen Autos, die auf Zügen an ihre Zielbahnhöfe transportiert wurden. Ein gebrauchter Katalysator wiederum enthalte in seinem keramischen Kern wertvolle Rohstoffe: drei Gramm Platin, Palladium und Rhodium. „Um ein Gramm Platin zu gewinnen, seien laut Experten 300 Kilogramm Gestein aus einer Mine nötig oder 500 Gramm aus der Masse eines Auto-Kats“, schreibt das Magazin.

Teilkaskoschutz hilft weiter

Der Schaden kann dabei gleich ein mehrfacher sein. Da ist zum einen der Sachschaden durch den Diebstahl. Wer eine Teilkasko-Versicherung, auch Basis- oder Elementarkasko genannt, besitzt, bekommt nach einem Diebstahl zumindest den Marktwert der gestohlenen Teile, also den Wert der gebrauchten Teile zum Zeitpunkt des Unfalles, sowie die Reparaturkosten ersetzt. In der Vollkaskoversicherung ist im Übrigen die Teilkasko automatisch enthalten.

Da die entwendeten Gegenstände häufig auf Internetplattformen zu besonders niedrigen Preisen zum Kauf angeboten werden, kann es jedoch vorkommen, dass ahnungslose Internetkäufer, wie zum Beispiel auch ein Bestohlener, einen solchen, vermeintlich „günstigen“ Ersatz im Internet bestellt.

Wenn die Polizei vor der Tür steht …

Nach Angaben des BK kann es jedoch sein, dass plötzlich die Polizei vor der Tür des ahnungslosen Käufers steht, weil sie das erworbene Bauteil zwischenzeitlich als gestohlen identifizieren konnte. Der Kauf einer gestohlenen Ware, auch Hehlerware genannt, ist jedoch strafbar. Der Käufer muss daher im Ernstfall nachweisen, dass er nicht gewusst hat, dass es sich um Diebesgut handelte.

Um solche Verstrickungen zu vermeiden, rät das BK, gestohlene Teile mittels Einkaufs beim Fachhändler zu ersetzen. Weitere Hinweise zur Prävention hat das BK auf einer speziellen Webseite zusammengestellt.

Sommer, Sonne – Blindflug

Brillen- und Kontaktlinsenträger sollten insbesondere im Sommer ein paar Dinge beachten, damit die Sehhilfen auch langfristig halten.

(kunid) Meersalz, Sand, heiße Temperaturen, es gibt vieles, was insbesondere im Sommer Brillen oder Kontaktlinsen schädigen kann. Wer eine Sehhilfe benötigt, kann jedoch ohne Weiteres zum Baden gehen oder die Sonne genießen, wenn er ein paar wenige Verhaltensregeln berücksichtigt.

Nach Aussagen von Brillenexperten sollten Brillenträger darauf achten, dass sie ihre Brille – auch ihre Sonnenbrille – nicht bei hohen Temperaturen im Auto liegen lassen. Denn ein geparktes Auto kann sich schnell auf 60 Grad Celsius oder mehr aufheizen. Eine derartige Hitze kann jedoch zu Verzerrungen an den Gläsern führen.

Doch auch Kontaktlinsenträger sollten vorsichtig sein. Linsen sowie Pflegemittel können sich in ihrem Behälter bei direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen von über 30 Grad Celsius so erhitzen, dass sie dadurch unbrauchbar werden.

Mit der Brille zum Strand

Wer am Strand ist und sich mit Sonnencreme eingecremt hat, sollte auf keinen Fall mit dem Handtuch oder einem Kleidungsstück die Brillengläser reinigen. Denn Rückstände von Sonnencreme auf den Kleidungsstücken können dazuführen, dass Sandpartikel auf den Brillengläsern kleben bleiben, die dann beim Putzen wie Schleifpapier die Brillenglasoberfläche zerkratzen.

Brillenexperten raten stattdessen dazu, die Brille unter einem Wasserhahn vorzureinigen und anschließend mit einem Putztuch aus Mikrofaser zu säubern. Übrigens: Die Salzkristalle im Meerwasser können die Brillenglasoberfläche beschädigen, wenn die Brille nicht gründlich gesäubert wird.

Oft eignen sich normale Alltagsbrillen zudem nicht zum Schwimmen und Tauchen, da sie bei einem starken Wellengang oder beim Untertauchen schnell vom Kopf rutschen. Taucher, die eine normale Brille unter der Taucherbrille tragen, laufen Gefahr, dass die Brillenbügel der Alltagsbrille einen Spalt zwischen Gesicht und Dichtung der Tauchermaske verursachen, durch den Wasser eindringen kann.

Zum Schwimmen und Tauchen

Es gibt jedoch für Kinder und Erwachsene mit Sehschwächen mittlerweile spezielle Schwimm- und Taucherbrillen mit Korrektionsgläsern in individuellen Stärken. Eine dichte Schwimm- oder Tauchbrille schützt zudem das Auge vor Salz, Bakterien und Chlor im Wasser. Eine Schwimmbrille für draußen sollte zudem verspiegelte Gläser mit einem integrierten UV-Schutz haben. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Größe der Brille zur Kopfgröße passt. Ansonsten kann es sein, dass die Brillengläser unangenehm auf die Augen drücken.

Wer formstabile, harte Kontaktlinsen trägt, muss nach Angaben von Optikern damit rechnen, dass die Linsen beim Schwimmen von den Augen weggespült werden, da diese Linsenart beweglicher auf den Augen sitzt als weiche Kontaktlinsen.

Bei Weichlinsen wiederum besteht bei Kontakt mit Wasser die Gefahr, dass sich ihre bisherige Passform verändert. Dadurch sind sie zum einen nicht mehr angenehm zu tragen und zum anderen könnten sich an den Linsen Bakterien aus dem Wasser anlagern. Eine wasserdichte Schwimmbrille, die über den Kontaktlinsen getragen wird, kann dies verhindern. Sinnvoll ist es auch Tageslinsen in zweifacher Ausfertigung und/oder eine Ersatzbrille zum Schwimmen mitzunehmen.

Gegen Taschendiebe und andere Gauner

Langfinger und sonstige Kriminelle haben es häufig auf Reisende abgesehen. Es gibt jedoch diverse Verhaltensmaßnahmen, um das Diebstahlrisiko zu senken.

(kunid) Besonders an beliebten und viel frequentierten Urlaubsorten sind vermehrt auch Diebe, Trickbetrüger und andere Kriminelle anzutreffen. Denn die gelöste Urlaubsstimmung verleitet Reisende schnell dazu, unvorsichtig zu sein. Kriminelle haben dadurch ein leichtes Spiel. Die Polizei gibt Tipps, worauf man nicht nur als Reisender zu seinem Schutz achten sollte.

Nach Angaben der Polizei sind Taschendiebe insbesondere im Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln aktiv. In den wenigsten Fällen werden jedoch die Gauner gefasst, da der Diebstahl von den Opfern häufig erst lange nach der Tat bemerkt wird.

Zahlreiche Gauner und Betrüger haben es besonders auf Urlauber abgesehen, da viele Touristen Geld, Kreditkarten, Schmuck, Foto- und Videoausrüstungen und/oder sonstige Wertsachen mit sich führen. Dabei wenden die Verbrecher häufig die gleichen Tricks und Praktiken, die auch der Polizei bekannt sind, an. Deshalb gibt das Bundeskriminalamt online Tipps, wie sich Reisende vor Banditen schützen können.

Zahlreiche kostenlose Ratgeberbroschüren

Zudem enthält das 2-seitige Faltblatt „Taschendiebstahl“ des Bundeskriminalamtes diverse Präventionsmaßnahmen gegen Taschendiebe. Spezielle Hinweise, wie man sich vor Trickbetrügern und anderen Gaunern schützt, sind in den ebenfalls kostenlos herunterladbaren Ratgebern des Bundeskriminalamtes nachzulesen.

Sicherheitsexperten raten Urlaubern beispielsweise, sich vor der Reise Kopien der wichtigsten Reisedokumente wie Pass, Flugtickets, Kreditkarten und Impfausweis anzufertigen und diese an separater Stelle in ihrem Reisegepäck aufzubewahren. Das erspart viel Ärger, wenn die Originaldokumente geklaut wurden.

Zudem wird empfohlen, vor und während der Reise eine regelmäßige Sicherung der Daten vom Handy oder Smartphone auf einem separaten Speicher vorzunehmen. Damit bleiben im Falle eines Diebstahls zumindest die Daten als Kopie und wichtige Telefonnummern erhalten. Wird das Mobiltelefon geklaut, ist es wichtig, die SIM-Karte unverzüglich sperren zu lassen. Daher sollte die entsprechende Hotlinenummer bereits vorher beim jeweiligen Telefontarifanbieter erfragt und unabhängig vom Handy mitgeführt werden, um im Ernstfall unverzüglich handeln zu können.

Rund um das Hand- und Reisegepäck

Nach Polizeiangaben ist es grundsätzlich wichtig, Koffer und Reisegepäck am Bahnhof oder am Flughafen bis zur Gepäckabgabe nach Möglichkeit stets in Körper- und Blicknähe zu haben. Außerdem ist es sinnvoll, Wertgegenstände nicht im normalen Reisegepäck zu verstauen, sondern in Taschen, die stets an der Hand gehalten werden oder sich am Körper befinden.

Geld, Bankomat- und Kreditkarten, Ausweise und sonstige wichtige Dokumente sollten beispielsweise möglichst direkt am Körper wie in Gürteltaschen oder Brustbeuteln aufbewahrt und niemals im Auto – auch nicht im Handschuhfach oder Kofferraum – oder im Bus liegen gelassen werden.

Grundsätzlich ist es zweckmäßig, nur so viel Bargeld am Tag mitzunehmen, wie man benötigt. Prinzipiell sollten Hand- oder Umhängetaschen immer geschlossen und mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden.

Besonders risikoreiche Situationen

Ein Diebstahl kann besonders leicht im Gedränge oder wenn das Opfer abgelenkt ist, begangen werden. Daher sollte man vor allem bei Menschenansammlungen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei ungewöhnlichen Situationen, beispielsweise wenn ein Fremder einen in ein Gespräch verwickelt, vorsichtig und umsichtig sein.

Diebstahlexperten raten Autoreisenden auch auf Parkplätzen wachsam zu sein, wenn ein Fremder sie auf vermeintliche Schäden am Fahrzeug aufmerksam macht oder sie bittet, auf einer Landkarte einen Weg zu zeigen. Das könnte nur ein Vorwand sein, um den Autofahrer und seine Begleiter aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Fahrzeug stehlen können.

Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen wie Schmuck oder Notebooks, die nicht unmittelbar gebraucht werden, sollten nach der Reiseankunft beispielsweise bei der Hotel- oder Campingplatzverwaltung zur sicheren Verwahrung abgeben werden. Auch die Aufbewahrung in einem möglicherweise vorhandenen Zimmersafe ist sicherer als im Koffer oder im Kleiderschrank.

Einbruch in die Ferienunterkunft

Beim Verlassen der Ferienunterkunft gilt es immer die Eingangstüre zu verschließen. Zudem sollte der Zimmerschlüssel nie auf den Tisch oder an anderen Plätzen abgelegt werden, wo ihn ein anderer leicht entwenden könnte.

Wurde in das Feriendomizil eingebrochen und Sachen entwendet, oder wurde man beraubt, ist umgehend bei der Polizei schriftlich Anzeige zu erstatten.

Je nach vereinbartem Versicherungsumfang kann es nämlich durchaus sein, dass die Haushalts- und/oder Reiseschutz-Versicherung den Schaden teilweise oder ganz übernimmt – allerdings nur, wenn der Diebstahl schriftlich bei der Polizei angezeigt wurde. Wer sichergehen will, dass dieses Risiko abgesichert ist, sollte sich vor Reiseantritt bei seinem Versicherungsvermittler erkundigen.

Für einen unfallfreien Schulweg

In Kürze gehen wieder rund 78.000 Kinder zum ersten Mal in die Schule. Da Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, raten Verkehrsexperten den Eltern, bereits frühzeitig mit ihren Kindern den Schulweg einzuüben. Zudem helfen weitere Maßnahmen, das Unfallrisiko für alle Schulkinder zu minimieren.

(kunid) Es gibt diverse Gründe, warum Taferlklassler im Straßenverkehr einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind. Aufgrund ihrer Größe besteht zum einen die Gefahr, dass sie übersehen werden, zum anderen ist es ihnen oft nicht möglich, über parkende Autos hinwegzuschauen, um herannahende Fahrzeuge zu erkennen. Zudem können sie Entfernungen und Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer oft noch nicht richtig einschätzen. Außerdem sind viele noch nicht mit den Verkehrsregeln vertraut. Was Eltern tun können, um dennoch das Unfallrisiko zu senken.

Nach Angaben von Verkehrsexperten ist der kürzeste Weg zur Schule oder zur Bushaltestelle zudem nicht immer der sicherste. Es sollte daher lieber ein Umweg in Kauf genommen werden, als täglich den Weg über Stellen mit einem erhöhten Unfallrisiko hinzunehmen.

Solche riskanten Stellen sind beispielsweise Toraus- und -einfahrten, Garagen, Straßen, die ohne Ampel oder Zebrastreifen überquert werden müssen, unübersichtliche Straßenkreuzungen, Bahnübergänge, Baustellen oder Fahrbahnen ohne Bürgersteige. Sind derartige Gefahrenstellen nicht zu umgehen, sollte dem Kind genau erklärt werden, warum diese Stellen gefährlich sein können und wie es sich hier konkret zu verhalten hat.

Üben, üben, üben ...

Verkehrsexperten raten Eltern, am besten noch während der Kindergartenzeit und in den ersten Wochen der Schulzeit mit ihrem Kind einen sicheren Schulweg gemeinsam zu gehen. Dabei ist es wichtig, den Weg zu erklären und den Schulanfänger beispielsweise auf Gefahren, auf die er besonders aufpassen muss, hinzuweisen. Wer das Gefühl hat, dass das Kind bereits selbstständig den Schulweg meistern kann, kann die Rollen tauschen und sich noch eine gewisse Zeit von seinem Sprössling zur Schule führen lassen, und noch nur in Gefahrensituationen vorbeugend einzugreifen.

Kinder, die mit dem Bus zur Schule fahren, sollte man die Risiken, die durch Drängeln, Schubsen oder Raufen an der Bushaltestelle entstehen, eindringlich verdeutlichen. Zudem ist es wichtig ihnen beizubringen, mit welchem Abstand sie zur Bordsteinkante auf den Bus warten sollten. Es gibt aber auch während der Busfahrt einiges zu beachten, um das Unfallrisiko zu minimieren: Ist ein Sitzplatz frei, sollte sich das Kind setzen, da es sonst leicht den Halt verlieren kann. Gibt es keinen Sitzplatz, sollten die Schulanfänger wissen, wo sie am sichersten stehen und sich festhalten können.

Übrigens: Grundsätzlich dürfen nur ab 12-Jährige alleine mit dem Rad fahren. Jüngere Kinder müssen immer von einer mindestens 16-jährigen Person begleitet werden. Nur wenn ein Kind einen Fahrradausweis hat, der in der Regel nach einer erfolgreich absolvierten freiwilligen Fahrradprüfung von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft beziehungsweise Magistratsabteilung ausgestellt wird, kann es bereits ab zehn Jahren unbeaufsichtigt mit dem Rad unterwegs sein. Sinnvoll sind auf alle Fälle regelmäßige begleitete Fahrten zur Schule, um die sichere Verkehrsteilnahme zu üben.

Vom Schulwegplan bis zur richtigen Kleidung

Übrigens: Für einige Schulen gibt es mittlerweile Schulwegpläne, die in Zusammenarbeit von Behörden und Sicherheitsfachleuten erarbeitet wurden. Sie zeigen, welche örtlichen Schulwege mit möglichst wenigen Gefahrenstellen vorhanden sind. In der Regel sind diese Schulwegpläne direkt bei der jeweiligen Grundschule oder auch der zuständigen Straßenverkehrsbehörde erhältlich.

Neben dem eigentlichen Schulweg gibt es auch andere Kriterien, die das Unfallrisiko minimieren. Das Kind sollte zum Beispiel früh genug das Haus verlassen, damit es ohne Stress und Hektik den Schulweg meistern kann. Zudem sollte man seinem Kind klar vermitteln, dass es nicht in Panik geraten muss, wenn es sich einmal verspätet hat. Denn es ist besser, einen Bus zu verpassen oder einige Minuten zu spät zum Unterricht zu kommen, als ohne zu schauen über die Straße zu laufen.

Um die Unfallgefahr zu reduzieren, sollte die Kleidung, die das Kind auf dem Schulweg trägt, dazu beitragen, dass es von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen wird. Bei Dunkelheit oder in der Dämmerung am Morgen eignet sich hierzu eine helle und am Tag eine farbenfrohe Kleidung. Angebrachte Reflektoren an Schultaschen, Schuhen und Jacken minimieren zudem die Gefahr, übersehen zu werden.

Finanzielle Unfallabsicherung

Umfangreiche Informationen, wie der Schulweg sicher bewältigt werden kann, bietet das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unter anderem mit einem kostenlos herunterladbaren Flyer sowie das Bundesministerium für Gesundheit auf ihren Webseiten.

Doch egal ob auf dem Schulweg, im Unterricht oder in der Freizeit, einen hundertprozentigen Schutz vor Unfällen gibt es leider nicht. Deswegen sollte zumindest die finanzielle Absicherung ausreichend sein, damit im Falle eines Unfalles neben möglichen gesundheitlichen Folgen nicht auch noch finanzielle Schwierigkeiten hinzukommen.

Die Versicherungswirtschaft hat hierzu passende Lösungen wie eine Kinderunfall- und/oder eine Invaliditäts-Versicherung, die nicht nur weltweit, sondern auch rund um die Uhr einen entsprechenden Schutz bieten.

Wenn es im Ausland zu einem Verkehrsunfall kommt

Nicht nur im In-, auch im Ausland besteht für einen Autofahrer immer ein Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Da die Gesetzeslage im Ausland eine andere ist als hierzulande, sollte man als Unfallbeteiligter einige Besonderheiten beachten, um Probleme zu vermeiden.

(kunid) Ein Unfall ist für jeden Beteiligten eine Stresssituation. Ist man bei einem Verkehrsunfall im Ausland involviert, kommen häufig auch noch Verständigungsprobleme hinzu. Für eine möglichst schnelle und unproblematische Schadensregulierung sollten insbesondere im Ausland Unfallbeteiligte einige Verhaltensregeln beachten.

Jedes Jahr sind immer wieder auch österreichische Bürger in einen Unfall im Ausland verwickelt. Um gerade in diesem Fall Schwierigkeiten zu vermeiden, sollten Auslandsreisende, die mit ihrem eigenen Kfz unterwegs sind, die „Grüne Karte“, offiziell auch Internationale Versicherungskarte genannt, mitnehmen. Diese wird vom eigenen Kfz-Versicherer kostenlos ausgegeben und bescheinigt das Bestehen des notwendigen Haftpflicht-Versicherungsschutzes nach den Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes.

Empfohlen wird zudem, den mehrsprachigen europäischen Unfallbericht mitzuführen und im Schadenfall unbedingt zu verwenden. Das Formular ist unter anderem beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres herunterladbar (BMEAI) oder bei den Kfz-Versicherern erhältlich.

Wann die Polizei zu rufen ist

Ist ein Unfall passiert, kann mit der europaweit geltenden Notrufnummer 112 sowohl vom Handy als auch aus dem Festnetz kostenfrei und teils sogar in verschiedenen Sprachen entsprechende Hilfe wie Polizei und Notarzt angefordert werden.

Wichtig zu wissen: In einigen EU-Ländern wie in Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn ist für die problemlose Schadenregulierung ein polizeiliches Unfallprotokoll notwendig.

Bei hohem Sachschaden, wenn Personen verletzt wurden oder auch wenn ein Unfallbeteiligter sich unkooperativ zeigt und beispielsweise seine Anschrift nicht herausgibt oder gar Unfallflucht begeht, sollte nach Angaben von Verkehrsexperten grundsätzlich die Polizei gerufen werden.

Für eine reibungslose Schadenregulierung

Für eine problemlose Schadenregulierung ist es wichtig, den Unfallhergang und alle notwendigen Daten zu dokumentieren. Dazu gehören Name und Anschrift, Kennzeichen und Name und, wenn vorhanden, Versicherungsschein-Nummer der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners, aber auch Namen und Adresse von Zeugen. Der mehrsprachige europäische Unfallbericht hilft dabei, Verständigungsprobleme zu umgehen und keine wichtigen Daten zu vergessen. Gut sind zudem Bilder der Unfallstelle aus verschiedenen Blickwinkeln.

Jeder Unfallbeteiligte sollte eine Kopie oder zumindest ein Foto des ausgefüllten Unfallberichtes erhalten, damit dieser im Nachhinein vom Unfallgegner nicht abgeändert werden kann. Spätestens fünf Tage nach dem Unfall sollte der Unfallbericht per Fax oder Einschreiben-Rückschein an die betreffende Kfz-Versicherung gesendet werden

Wer bei einem Unfall verletzt wurde, sollte sich nach Meinung von Rechtsexperten von einem Arzt des Reiselandes ein Attest ausstellen lassen, um bei Schmerzensgeld-Forderungen keine Schwierigkeiten mit der ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu bekommen. Hat der eigene Pkw bei dem Unfall einen Totalschaden erlitten, sollte vor der Verschrottung ein Kfz-Sachverständiger das Fahrzeug begutachten.

Anlaufstellen im Schadenfall

Zusätzliche Informationen, was im Einzelfall nach einem Unfall zu tun ist und wie die Schadenregulierung abläuft, ist der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Unfall im EU-Ausland: Praktische Tipps für Autofahrer“ des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland zu entnehmen.

Das BMEAI rät Auslandsreisenden, sich vor Urlaubsantritt nach dem Korrespondenzinstitut des eigenen Kraftfahrzeug-Versicherers zu erkundigen, um im Schadenfall schnell einen entsprechenden Ansprechpartner zu haben.

Eigene Schadenersatz-Forderungen gegenüber einem Unfallgegner, der sein Fahrzeug in der EU, in Island, in Norwegen oder in Liechtenstein zugelassen hat, können auch in Österreich abgewickelt und eingeklagt werden. Jeder Kfz-Versicherer eines solchen Landes muss einen Beauftragten zur Schadenregulierung in Österreich haben. Weitere Informationen gibt es beim Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) im Internet oder unter der Telefonnummer +43 1711560.

Unterschiede bei der Schadenregulierung

Normalerweise richtet sich die Schadenregulierung nach dem Recht des Landes, in dem sich der Unfall ereignet hat. Die Höhe der Deckungssummen für Personen- und Sachschäden, aber auch die Kostenarten, die nach einem Unfall erstattet werden, können daher erheblich von den österreichischen Standards abweichen. Umso wichtiger ist eine umfassende Absicherung des eigenen Pkws aber auch des Fahrers und der Insassen.

Bei Auslandsreisen mit dem Pkw sollte der Versicherungsschutz der eigenen Kfz-Haftpflicht und am besten zudem ein Vollkaskoschutz grundsätzlich im jeweiligen Land gelten. Eine Vollkaskoversicherung erstattet unter anderem Schäden am eigenen Auto, die man selbst fahrlässig verschuldet hat oder die durch Naturgewalten oder andere Personen, die nicht zum Schadenersatz herangezogen werden können, verursacht wurden.

Der Vollkaskoschutz gilt im Rahmen einer Kfz-Versicherung entweder für das ganze Jahr oder kann optional für einen bestimmten Zeitraum in Form einer separaten Reisekasko-Versicherung abgeschlossen werden.

Persönlicher Schutz

Wichtig sind zudem eine ausreichende Unfall- sowie eine Auslandsreisekranken-Versicherung. Zum einen, um bei unfallbedingten Verletzungen ohne eigenes Kostenrisiko optimal medizinisch behandelt zu werden, beispielsweise mit einem Krankenrücktransport, und zum anderen um auch mögliche Folgekosten aufgrund einer bleibenden Gesundheitsschädigung abgedeckt zu wissen.

Hilfreich können auch die von Versicherern angebotenen Serviceleistungen wie eine Pannen- und Abschlepphilfe, eine Kfz-Rückholung und eine Ersatzteilbeschaffung sein.

Diese Leistungen werden entweder optional in der Kfz-Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen oder können in Form eines Schutzbriefes oder eines Sicherheitspasses versichert werden.

Pensionskassen steigern ihre Erträge weiter

Im ersten Halbjahr konnten die Pensionskassen wieder ein positives Veranlagungsergebnis vorweisen.

(kunid) Im ersten Halbjahr 2014 verzeichnen die Pensionskassen eine Performance von 4,8 Prozent, im ersten Quartal waren es 1,64 Prozent. Herausforderungen für die Veranlagung sind laut Fachverband der niedrige Leitzins und das aktuelle Niedrigzinsumfeld.

22 Prozent der Arbeitnehmer hatten Ende 2013 Anspruch auf eine Pensionskassenpension, das sind mehr als 840.000 Personen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Pension wird die zweite Säule der österreichischen Altersvorsorge, die betriebliche Altersvorsorge, als privatwirtschaftlich organisiertes Modell geführt. Derzeit gibt es 15 betriebliche und überbetriebliche Pensionskassen, die das Pensionskapital von rund 17,7 Milliarden Euro der Betriebspensionen österreichischer Firmen verwalten und veranlagen.

Sie erwirtschafteten nach Angaben des Fachverbandes der Pensionskassen im ersten Halbjahr 2014 im Schnitt 4,8 Prozent Ertrag. Im Vorquartal erzielten die Pensionskassen ein Plus von 1,64 Prozent, 2013 eines von gesamt 5,14 Prozent.

Herausforderungen: niedrige Zinsen und niedriger Leitzins

„Für unsere Kunden ist dies eine äußerst erfreuliche Entwicklung“, betont Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky. Allerdings gelte es, „weiterhin laufend und aktiv an Anpassungen der Veranlagung auf Marktentwicklungen“ zu arbeiten. Was zähle, sei die Performance am Jahresende. Als Herausforderungen für die Veranlagung sieht der Fachverband den niedrigen Leitzins, der von der Europäischen Zentralbank im Juni auf 0,15 Prozent gesenkt wurde, und das aktuelle Niedrigzinsumfeld.

Die Kurse von Anleihen seien gestiegen, die Pensionskassen sähen bei den Aktien einen Aufwärtstrend, die Märkte hätten sich positiv entwickelt und zum Teil „Allzeithochs“ erreicht. Die Finanzkrise sei allerdings in Südeuropa noch nicht vollständig überstanden und nötige Reformen noch nicht vollständig umgesetzt. Positiv zu vermerken seien die besonders bei europäischen Aktien doch recht ansprechenden Dividendenrenditen. Kurzfristig könnten insbesondere geopolitische Entwicklungen aber für Rückschläge sorgen, wie Experten der Pensionskassen anmerkten.

Die wichtigsten Rechte und Regeln für Urlauber per App

Zwei neue Apps der EU-Kommission erklären, welche Rechte Urlauber unter anderem bezüglich einer gebuchten Unterkunft, bei Problemen mit Mietwagen oder bei einem verspäteten oder ausgefallenen Flug haben. Zudem sind die wichtigsten Verkehrsregeln der einzelnen EU-Länder abrufbar.

(kunid) Es gibt zahlreiche Situationen, in denen Reisende wissen sollten, was ihnen zusteht oder nicht. Denn nur wer weiß, ob ihm beispielsweise bei einem verspäteten Flug oder einem überbuchten Hotel eine Entschädigung zusteht, kann sein Recht auch durchsetzen. Zudem ist es sinnvoll, dass Pkw-Reisende die jeweiligen Verkehrsregeln des Urlaubslandes kennen um nicht mit dem dort geltenden Gesetz in Konflikt zu geraten. Zwei neue Apps helfen dabei.

Es gibt als Reisender zahlreiche Situationen, die zu Problemen oder Konflikten führen können – egal ob beim Auftreten einer Krankheit, beim Einkaufen, bei der Inanspruchnahme von Transportmitteln wie Zug, Bus oder Flugzeug, bei der Mietwagennutzung oder als Autofahrer in einem fremden Land.

Mittlerweile sind diverse Verbraucherrechte europaweit einheitlich. Ansonsten gilt jedoch in vielen Fällen: andere Länder, andere Regeln. Doch nur wer die situationsbedingt geltenden Gesetze und Vorschriften kennt, kann mögliche Ansprüche geltend machen oder Gesetzesverstöße vermeiden.

Vom Problem mit dem Hotel bis zum abgesagten Flug

Das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) stellt hierzu mit der ECC-Net Travel App eine Anwendung für alle mobilen Geräte mit den Betriebssystemen iOS, Android und Microsoft Windows zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung. Die App ist in allen und für alle 28 EU-Staaten sowie Island und Norwegen in insgesamt 25 Sprachen verfügbar. Dieser mobile Reisebegleiter informiert die Verbraucher nicht nur über ihre Rechte als Verbraucher und Reisende, sondern zeigt auch, wie man mögliche Ansprüche in der jeweiligen Landessprache geltend machen kann.

Unter anderem gibt sie Hilfestellungen und Hinweise zu den jeweiligen Verbraucherrechten für 101 verschiedene Problemsituationen. Zudem sind damit wichtige Telefonnummern und Anlaufadressen, wie Botschaft oder Euro-Notruf, für Notfälle europaweit abrufbar. Ist die App auf dem Smartphone oder Tablet-PC installiert, stehen alle Informationen auch offline zur Verfügung, das heißt eine Internetverbindung ist nicht unbedingt erforderlich.

Von der Europäischen Kommission gibt es mit einer anderen App, der „Ihre Rechte als Reisende“-App, eine Anwendung, mit der speziell die Rechte als Passagier innerhalb der EU im Linien- und Reisebus- sowie im Luft- und Schienenverkehr, erklärt werden. Sie ist ebenfalls kostenlos für alle gängigen mobilen Geräte erhältlich.

Mit dem Pkw im Ausland unterwegs

Für alle, die mit einem Fahrzeug, egal ob mit dem eigenen Pkw oder einem Mietwagen, im Ausland unterwegs sind, gibt es mit der „Im EU Ausland“-App eine weitere hilfreiche Anwendung, welche von der Europäischen Kommission zum kostenlosen Herunterladen angeboten wird. Alle Nutzer können hiermit die wichtigsten Verkehrsvorschriften und -regeln des jeweiligen EU-Landes, das man besuchen möchte, aufrufen.

Unter anderem gibt es Hinweise zu den geltenden Geschwindigkeits-Begrenzungen, welche Alkohol-Promillegrenzen gelten, inwieweit Mobiltelefone beim Fahren benutzt werden dürfen, was bei Ampeln und besonderen Fahrstreifen zu beachten ist und wann ein Helm vorgeschrieben ist. Unter der Rubrik „Einschlägige Vorschriften“ sind weitere wichtige Regelungen beispielsweise bezüglich den vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstungen bei Pkws und Kräder aber auch hinsichtlich der Taglichtnutzung zu finden.

Die App ist in Deutsch und 21 weiteren Sprachen für mobile Apple-Geräte wie iPhone und iPad sowie für Smartphones und Tablet-PC, die auf Google Android oder Windows setzen, erhältlich. Übrigens: Eine passende Rechtsschutz-Versicherung hilft je nach vereinbartem Geltungsbereich beispielsweise auch im europäischen Ausland, sein Recht ohne Kostenrisiko notfalls gerichtlich durchsetzen zu können.

Tausende Unfälle bei Hobby-Kickern

Zahlreiche Österreicher sind aktive Fußballfans. In nicht wenigen Fällen erleiden die Freizeitsportler allerdings spitalsreife Verletzungen.

(kunid) Rund 540.000 Österreicher spielen Fußball, 34.000 verletzen sich dabei jährlich. Fußball ist damit die verletzungsträchtigste Sportart nach dem Skifahren. Dies meldet das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Der „klassische Unfallkandidat“ ist männlich und zwischen 10 und 29 Jahre alt. Wichtigste Unfallursachen: mangelndes Fair Play und unzureichendes Training.

Anders als im Skisport ist Österreich zwar auf dem Rasen kein „Player“ von internationalem Gewicht. Nichtsdestoweniger hat das runde Leder auch hierzulande zahlreiche Fans – und zwar nicht nur während einer Weltmeisterschaft und nicht nur vor dem Fernseher.

Denn nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) spielen rund 540.000 Österreicher in ihrer Freizeit gelegentlich bis regelmäßig Fußball, 502.000 davon organisiert in Vereinen. Fußball sei damit eine der beliebtesten Sportarten Österreichs – gleichzeitig aber auch eine der verletzungsreichsten.

34.200 mussten im Spital behandelt werden

„Im Jahr 2013 verletzten sich rund 34.200 Personen beim Fußballspielen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten“, berichtet KFV-Forschungsleiter Klaus Robatsch. „Fußballspielen zählt nach dem Skifahren zu jener Sportart, bei der sich in Österreich die meisten Menschen verletzen.“ Das Unfallrisiko sei mit 585 Verletzten pro 10.000 Ausübenden sehr hoch und Fußball eine der Breitensportarten mit dem höchsten Verletzungsrisiko.

Vor allem Kinder und Jugendliche, so das KFV, sind begeisterte Kicker. Dies spiegle sich auch in der Statistik wider: „Jeder zweite Verletzte ist jünger als 20 Jahre“, sagt Robatsch. Der „klassische Unfallkandidat“ ist laut KFV männlich und zwischen zehn und 29 Jahre alt. Hauptunfallursachen sind laut KFV „mangelndes Fair Play und unzureichendes Training“.

„Verletzungen wie im Kampfsport“

Die häufigsten spitalsbehandelten Verletzungen sind nach Angaben des KFV Sehnen- und Muskelverletzungen (38 Prozent) sowie Knochenbrüche (37 Prozent) und Prellungen (zehn Prozent). Von den Verletzten gaben rund 40 Prozent an, im Zusammenspiel mit einer anderen Person absichtlich oder unabsichtlich verletzt worden zu sein. Dieser Wert werde nur im Kampfsport übertroffen, so der KFV. Drei von zehn Verletzungen sind das Ergebnis von Stürzen, jede sechste Verletzung ist Folge akuter Überbeanspruchung.

Im Ernstfall sollten zumindest die finanziellen Folgen, die beispielsweise durch eine dauernde Gesundheitsschädigung nach einem Unfall eintreten können, abgesichert sein. Vorsorgen lässt sich unter anderem mit einer Berufsunfähigkeits-Polizze und einer privaten Unfallversicherung – die gesetzliche Unfallversicherung kommt nämlich für Freizeitunfälle nicht auf. Wenn der Unfall einen Spitalaufenthalt notwendig macht, kann eine private Krankenzusatz-Versicherung für mehr Komfort, zum Beispiel für eine Unterbringung in einem Sonderklassezimmer mit Chefarztbehandlung, sorgen.

Pensionskontorechner jetzt verfügbar

Einige Pensionsversicherungs-Träger bieten seit Kurzem für ihre Mitglieder einen kostenlosen Pensionskontorechner an, der für den Einzelnen eine Orientierungshilfe für seine finanzielle Absicherung im Alter bietet.

(kunid) Vier Pensionsversicherungs-Träger stellen einen Pensionskontorechner bereit, mit dem die Versicherten die weitere Entwicklung ihres Pensionskontos abschätzen können. Unter anderem kann der Versicherte feststellen, mit welcher Pension er voraussichtlich rechnen darf, aber auch wie sich durch einen späteren Pensionsantritt seine Pension erhöht.

Im Rahmen der Einführung des neuen Pensionskontosystems wurde jüngst ein Pensionskontorechner online gestellt. Er ist für Versicherte der folgenden vier Pensionsversicherungs-Träger gedacht: Pensionsversicherungs-Anstalt, Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft, Sozialversicherungs-Anstalt der Bauern und Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau.

Mit dem Pensionskontorechner können Versicherte die Höhe ihrer künftigen Pension, basierend auf dem heutigen Geldwert, unverbindlich abschätzen – allerdings ohne dass der Rechner auf die Versicherungszeiten zugreift.

Höhe der Alters- und Korridorpension

Das Geburtsdatum, das aktuelle Bruttoeinkommen und der Betrag der Kontogutschrift, der auf der Pensionskontomitteilung zu finden ist, muss der Versicherte selbst eingeben. Im Ergebnis sieht der Versicherte zwei Pensionshöhen, einmal für die normale Alterspension – bei Männern mit 65 Jahren und bei Frauen je nach Geburtsdatum – und einmal für die Korridorpension, also in der Regel bei einem Pensionsantrittsalter von 62 Jahren.

Im Rahmen des sogenannten Pensionskorridors kann man in der Regel zwischen dem 62. und 65. Lebensjahr mit Abschlägen und zwischen dem 65. und dem 68. Lebensjahr mit Zuschlägen eine Pension in Anspruch nehmen, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Motivation für späteren Pensionsantritt

Das Pensionskonto soll nach Angaben der Verantwortlichen nicht zuletzt die Motivation zum späteren Pensionsantritt fördern. Sozialminister Rudolf Hundstorfer: „Mit dem Pensionskonto wird die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters unterstützt. Ein Jahr länger arbeiten, bringt in Summe eine Erhöhung der Pension um rund zehn Prozent.“

Wer länger arbeite, werde mit einer höheren Pension belohnt, ein früherer Antritt bedeute Abschläge, unterstreicht auch die Österreichische Sozialversicherung (SVA). Mithilfe von Pensionskonto und Pensionskontorechner könne jeder Versicherte „individuelle Entscheidungen frühzeitig treffen“.

Wirtschaftskammer drängt auf Erweiterung des Rechners

Allerdings ist Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich, mit dem derzeitigen Rechner noch nicht vollends glücklich. Er hält es für „bedauerlich, dass der Pensionskonto-Onlinerechner vorerst – entgegen ursprünglichen Plänen – keine Berechnungen für Pensionsantritte nach dem Regelpensionsalter zulässt“.

Jeder Versicherte solle einsehen können, wie sich seine Pension beim längeren Verbleib im Arbeitsprozess verändert. Es wäre wünschenswert, wenn die in Aussicht gestellte Erweiterung des Onlinerechners für Vergleichsberechnungen mit längerer Erwerbstätigkeit „rasch umgesetzt würde“, so die Wirtschaftskammer.

Berechnungstool ersetzt keine Fachberatung

Die Dateneingabe in den Pensionskontorechner und die Berechnung benötigt nur wenig Zeit. Die Ergebnisse sollen dem Nutzer letztendlich helfen, seine finanzielle Situation einzuschätzen und zeigen, ob die Altersabsicherung ausreicht oder ob es mögliche Versorgungslücken gibt. Allerdings ersetzt der Pensionskontorechner keine Beratung, denn die Planung der eigenen Altersvorsorge ist hochkomplex und eine individuelle Angelegenheit. Daher empfiehlt sich, eine fachkundige Beratung, beispielsweise durch einen Versicherungsfachmann, in Anspruch zu nehmen.

Dieser kann unter Einbeziehung der Inflation feststellen, ob das voraussichtlich verfügbare Gesamteinkommen für den bisherigen Lebensstandard im Alter ausreicht oder ob noch eine weitere Vorsorge notwendig ist. Dabei wird nicht nur die gesetzliche Pension, sondern auch das eventuell vorhandene sonstige Einkommen aus Einkünften und Kapitalanlagen mitberücksichtigt. Zusätzlich kann der Versicherungsfachmann im Falle einer Absicherungslücke individuell passende, teils auch staatliche geförderte Vorsorgelösungen aufzeigen.

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