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Aktuelle Nachrichten

Wann ein Insektenstich zum Arbeitsunfall wird

Ob auch ein Wespenstich als Arbeitsunfall gelten kann und deswegen unter Umständen Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt werden, zeigt ein aktuelles Gerichtsurteil.

(kunid) Ein Mann war während der Arbeit von einer Wespe gestochen worden, worauf er einen anaphylaktischen Schock erlitt und verstarb. Da die Allgemeine Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) in dem Wespenstich keine betriebsbedingte Gefahrenerhöhung sah, lehnte sie die von der Tochter des Verstorbenen geforderten Hinterbliebenen-Leistungen ab. Ob im genannten Fall ein Arbeitsunfall vorlag und deswegen ein Anspruch der Hinterbliebenen auf entsprechende Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht, wurde letztendlich vom Obersten Gerichtshof entschieden.

Ein Mann arbeitete in einem Malereibetrieb als Gerüster. Er befand sich gerade auf dem Betriebsgelände, um diverse Sachen herzurichten beziehungsweise ein Gerüst zusammenzustellen. Dabei stach ihn eine Wespe. Er lief in die Werkstätte, wo er aufgrund eines anaphylaktischen Schocks zusammenbrach und verstarb.

Seine Tochter beantragte daraufhin bei der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung eine Waisenrente und Ersatz für die Bestattungskosten. Die AUVA lehnte jedoch den Leistungsanspruch unter anderem damit ab, dass nur im Fall einer gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhten Gefährdung eine Zurechnung zur gesetzlichen Unfallversicherung begründbar wäre.

Keine erhöhte Gefährdung notwendig

Das von der Tochter angerufene Erstgericht erachtete die Ablehnung der AUVA als korrekt. Ein Wespenstich sei kein Unfall. Die Körperschädigung sei durch die spezifische körperliche Konstitution und nicht durch den Wespenstich eingetreten. Der Tod habe eine rein innere Ursache, nämlich die Allergie gegen Wespengift. Der Mann sei nur jenen Gefahren ausgesetzt gewesen, denen jeder Mensch im alltäglichen Leben im Frühling und Sommer ausgesetzt sei. Ein besonders gefahrenerhöhendes Moment sei durch die berufliche Tätigkeit nicht eingetreten.

Das Berufungsgericht bezog einen anderen Standpunkt und kam zu dem Schluss, dass das Klagebegehren der Tochter dem Grunde nach zu Recht bestehe. Der Wespenstich sei ein Unfall gewesen, habe er doch von außen auf den Mann eingewirkt und zu einer Körperschädigung geführt. Paragraf 175 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungs-Gesetz) stelle nicht auf das Vorliegen einer Betriebsgefahr ab. Eine erhöhte Gefährdung sei bei einem Unfall im Zuge der Erbringung der Arbeit nicht erforderlich.

Die Tochter habe Anspruch auf Hinterbliebenen-Leistungen, insbesondere auf eine Waisenrente. Die Rechtssache sei aber nicht zur Gänze spruchreif, weil zu den Anspruchsgrundlagen des begehrten Teilersatzes der Bestattungskosten bislang noch nichts vorgetragen oder festgestellt worden sei. Letztendlich landete der Gerichtsfall vor dem Obersten Gerichtshof (OGH).

Insektenstich erfüllt Unfallbegriff

„Gemäß Paragraf 175 Absatz 1 ASVG sind Arbeitsunfälle Unfälle von Versicherten, die sich im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der die Versicherung begründenden Beschäftigung ereignen. Entgegen der Ansicht der beklagten Partei ist ein Arbeitsunfall des verstorbenen Vaters der Klägerin zu bejahen“, so der OGH in seiner Entscheidung (Geschäftszahl 10 ObS 93/13v).

Die Richter verwiesen auch auf eine frühere OGH-Entscheidung (Geschäftszahl 10 ObS 71/04w): Ein Insektenstich während der Arbeit könne einen Arbeitsunfall darstellen, wenn durch die Einwirkung eine Gesundheitsbeschädigung hervorgerufen wird. „Unfälle im Sinn des § 175 Absatz 1 ASVG sind zeitlich begrenzte Ereignisse – eine Einwirkung von außen, ein abweichendes Verhalten, eine außergewöhnliche Belastung –, die zu einer Körperschädigung führen“, so der OGH weiter.

Das Berufungsgericht sei zutreffend davon ausgegangen, dass ein Wespenstich diesen Unfallbegriff erfüllt und der Versicherte einen Unfall erlitten habe. Für die Qualifikation eines Unfalls als Arbeitsunfall sei in der Regel Folgendes erforderlich: Die Verrichtung des Versicherten ist zur Zeit des Unfalls der versicherten Tätigkeit zuzurechnen; diese Verrichtung hat zu dem Unfallereignis geführt; das Unfallereignis hat einen Gesundheitsschaden oder den Tod des Versicherten verursacht.

Nicht nur betriebsbedingte Risiken sind versichert

Der Annahme eines Arbeitsunfalls stehe nicht entgegen, dass ein Insektenstich grundsätzlich jederzeit und an jedem Ort eintreten könne und keinen spezifischen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit habe. Dass das Erstgericht eine betriebsbedingte Erhöhung des Risikos eines Wespenstichs nicht feststellen konnte, führte allein nicht zur Verneinung eines Versicherungsfalls, so der OGH.

„Schließlich kann sich ein nach Paragraf 175 Absatz 2 ASVG versicherter Verkehrsunfall auf dem Weg zur Arbeitsstätte in gleicher Weise auch auf der Fahrt des Versicherten in den Urlaub ereignen, und niemand würde deshalb den Versicherungsschutz verneinen.“ Die Tätigkeit des Versicherten zur Zeit des Wespenstichs sei im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses erfolgt, sodass er zum Unfallzeitpunkt grundsätzlich unter Versicherungsschutz gestanden habe.

Der Unfall sei auch „wesentliche Ursache … des Todes des Versicherten und nicht bloße Gelegenheitsursache“ gewesen.

Gesetzlicher Versicherungsschutz trotz Allergie

Die für die primäre Gesundheitsstörung – den anaphylaktischen Schock – und schließlich den Tod mitursächliche Allergie stehe dem Versicherungsschutz nicht entgegen. Eine krankhafte Veranlagung sei nämlich im Vergleich zum Unfall nur dann alleinige oder überragende Ursache, „wenn sie so leicht ansprechbar war, dass es zur Auslösung akuter Erscheinungen nicht besonderer, unersetzlicher äußerer Einwirkungen bedurfte, sondern jedes andere alltäglich vorkommende Ereignis zur selben Zeit die Erscheinungen (Schädigung) ausgelöst hätte …“.

Um die Allergie des Versicherten gegen Wespengift akut anzusprechen, hätte es aber der Induktion des Allergens durch den Stich einer Wespe bedurft. „Wie ein Hundebiss … ist im erörterten Zusammenhang aber auch ein Wespenstich kein alltägliches Ereignis.“

Übrigens: In vielen Familien- oder Privatrechtsschutz-Polizzen ist ein Sozialversicherungs-Rechtsschutz enthalten oder kann optional gegen einen kleinen Aufpreis mit eingeschlossen werden. Bei Streitigkeiten mit einem Sozialversicherungs-Träger übernimmt der Versicherer beispielsweise die Rechtsanwaltskosten sowie eventuell die Kosten der vom Gericht bestellten Sachverständigen, wenn der Versicherte sich eine entsprechende Leistungszusage beim Versicherer eingeholt hat.

Ab wann Sommerreifen sinnvoll sind

Experten erklären, wann das Auto von Winter- auf Sommerreifen umzurüsten ist und welche Kriterien es hierbei zu beachten gibt.

(kunid) In Österreich müssen auf dem Pkw vom 1. November bis 15. April des Folgejahres Winterreifen montiert sein, wenn die Straßen mit Schnee, Schneematsch oder Eis bedeckt sind. Doch was ist, wenn bereits vorher die Außentemperaturen deutlich über null Grad Celsius steigen? Experten erklären, wann genau ein Wechsel auf Sommerreifen erfolgen sollte.

In Österreich besteht eine sogenannte situative Winterausrüstungs-Pflicht für alle Pkws, Kombikraftwagen und Lkws bis zu 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht. Konkret: Gemäß Paragraf 102 Absatz 8a Kraftfahrgesetz müssen auf diesen Fahrzeugen vom 1. November bis 15. April des Folgejahres auf allen Rädern Winterreifen montiert sein, wenn die Straßen mit Schnee, Schneematsch oder Eis bedeckt sind.

Verkehrsexperten empfehlen jedoch erst die Reifen zu wechseln, wenn die Temperaturen dauerhaft, das heißt auch nachts, deutlich über sieben Grad plus liegen – also nur dann, wenn garantiert nicht mehr mit Eis und Schnee zu rechnen ist. Dies kann je nach Region auch deutlich nach dem genannten Stichtag liegen.

Bessere Fahrsicherheit mit den passenden Reifen

Laut dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) haben nämlich Sommerreifen bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius keine optimale Haftung auf der Fahrbahn. Winterreifen hingegen sollten, wenn die Temperatur dauerhaft über sieben Grad Celsius liegt, nicht zu lange gefahren werden. Laut BRV führt die weichere Gummimischung von Winterreifen bei warmen Temperaturen nämlich zu erhöhter Reibung und damit zu einer deutlich schnelleren Abnutzung.

Des Weiteren lässt die Fahrbahnhaftung von Winterreifen bei höheren Temperaturen schnell nach. Zudem ist der Rollwiderstand der Winterpneus bei Plus-Temperaturen höher als der von Sommerreifen, wodurch der Pkw mehr Kraftstoff verbraucht. Tests belegen auch, dass der Bremsweg auf trockener Fahrbahn mit neuen Winterreifen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h um einiges länger ist als mit Sommerreifen.

Reifenwechsel mit Mehrwert

Beim Reifenwechsel sollten alle Pneus, das heißt auch die auszuwechselnden Winterreifen, auf Beschädigungen und Fremdkörper geprüft und gegebenenfalls ausgewechselt oder repariert werden.

Wichtig ist, dass die Profiltiefe in Ordnung ist. Die Mindestprofiltiefe für Sommerreifen beträgt 1,6 Millimeter, die für Winterreifen vier Millimeter, anderenfalls drohen eine Geldstrafe und eine Vormerkung. Experten empfehlen aufgrund der besseren Sicherheits-Eigenschaften eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern bei Sommer- und sechs Millimetern bei Winterreifen.

Richtig einlagern

Wer seine Winterreifen selbst einlagern möchte, sollte nach Angaben von Kfz-Experten einen möglichst kühlen und trockenen Lagerort, in welchem keine Öle, Fette oder Lösungsmittel aufbewahrt werden, wählen. Reifen ohne Felgen sind am besten stehend, Reifen mit Felgen liegend oder hängend zu lagern.

Da Reifen, auch wenn sie nicht benutzt werden, an Luft verlieren, sollte der Luftdruck eingelagerte Pneus um 0,5 bar erhöht werden. Um eine Verwechslung bei der Wiedermontage im Herbst zu vermeiden, ist es sinnvoll den Standort jedes Winterreifens zum Beispiel mit „VR“ für vorne rechts auf den jeweiligen Reifen mit Wachskreide zu schreiben.

Tipps zum Reifenkauf

Wenn neue Reifen benötigt werden, kann ein in 2012 eingeführtes Reifenlabel bei der Auswahl weiterhelfen: Europaweit gilt seit dem 1. November 2012 entsprechend der Verordnung der Europäischen Kommission 1222/2009 eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Reifen, deren Herstelldatum nach dem 30. Juni 2012 liegt.

Das neue EU-Label für Reifen von Pkws sowie leichten und schweren Nutzfahrzeugen gibt Auskunft über den Rollwiderstand, die Nässehaftung und das Abrollgeräusch der Pneus. In Anlehnung an das bereits bekannte EU-Label für Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen enthält das neue Reifenlabel ebenfalls eine Einteilung in unterschiedliche Klassen wie A bis G und mit farbiger Kennzeichnung von Grün (gut) bis Rot (schlecht).

Frühjahrssport ohne Reue

Nach dem Winter möchten viele wieder vermehrt sportlich aktiv werden, um beispielsweise angesetzten Pfunde loszuwerden. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten, damit der Sport sich nicht nachteilig auf die Gesundheit auswirkt.

(kunid) Spätestens wenn die Sonne sich wieder öfter zeigt, wollen viele mit Sport ihre Kondition verbessern und/oder unnötiges Gewicht abbauen. Allerdings führt nach Angaben von Gesundheitsexperten mangelndes Training der Bewegungsabläufe oder auch Übermut bei vielen Hobbysportler zu gesundheitlichen Beschwerden.

Ob Walken, Joggen, Fahrradfahren und Schwimmen oder Tanzen, jede Form der Bewegung hilft, die eigene Fitness zu verbessern. Allerdings sollte man einiges beachten, denn viele Sportverletzungen werden unter anderem durch falsches Training, überzogenen Ehrgeiz, Unachtsamkeit und mangelhafte Erholung zum Beispiel zwischen den Trainingseinheiten verursacht, so das Bundesministerium für Gesundheit.

Die Trainingseinheiten sollten beispielsweise so gelegt werden, dass man nicht unter Zeitdruck steht. Besonders nach einer längeren (Winter-)Pause sollte nur mit moderaten Trainingseinheiten die eigene Fitness wiederaufgebaut werden.

Kein Stress beim Trainieren

Die Trainingsdauer sollte also nur allmählich gesteigert werden. Lieber dabei mit kürzeren, aber häufigeren Trainingsintervallen beginnen und sich langsam steigern, als sofort einen Marathon zu versuchen und dann atemlos und resigniert aufzugeben.

Der Grund: Muskeln, Sehnen, Bänder, Gefäße, Gelenke und nicht zuletzt das Herz und der Kreislauf müssen sich erst langsam wieder an die Belastung gewöhnen. Wer das nicht beherzt, dem drohen Muskelkater und Erschöpfungszustände bis hin zu schweren Verletzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern.

Sinnvoll ist es auch verschiedene Sportarten abwechselnd zu trainieren. Insbesondere eine Kombination aus Ausdauersport, Krafttraining und Beweglichkeitsübungen helfen die Kondition zu verbessern. Grundsätzlich ist vor jeder Trainingseinheit ein Aufwärmtraining wichtig, denn das lockert die Muskeln, Bänder und Gelenke und verringert die Verletzungsgefahr.

Was bei Sportverletzungen hilft

Treten trotz aller Vorsicht Verrenkungen, Zerrungen oder Prellungen auf, sollten Betroffene die sogenannte PECH-Regel, diese steht für „Pause, Eis, Compression und Hochlagerung“, anwenden, so Gesundheitsexperten. Dies hilft Schmerzen zu lindern und vermindert das Risiko von Schwellungen und Entzündungsreaktionen. Gesundheitsexperten raten anschließend zu einem sogenannten Okklusionsverband, einem Verband, der nahezu luftundurchlässig ist und deshalb die Wirkung schmerzstillender und entzündungshemmender Salben verstärkt.

Wer sich kleinere Schnitt- und Risswunden zugezogen hat, sollte diese nach Angaben von Gesundheitsexperten grundsätzlich desinfiziert und mit einem Pflaster versorgen. Bei größeren Wunden, ist immer ein Arzt hinzuzuziehen und die Wunde bis dahin mit einer sterilen Wundauflage keimfrei abzudecken. Hat man sich möglicherweise einen Knöchel oder eine Rippe gebrochen, ist es wichtig, umgehend einen Arzt aufzusuchen, und bis zum Arztbesuch das angebrochene Körperglied nicht unnötig zu bewegen.

Weitere Tipps, was man bei Sportverletzungen tun sollten oder auch wie sie sich von Anfang an vermeiden lassen, gibt es unter www.gesundheit.gv.at, einem Internetportal des Bundesministeriums für Gesundheit.

Die beliebtesten Sparziele der Österreicher

Eine neue Untersuchung zeigt, warum die Österreicher sparen. Während die meisten für das Alter bereits vorsorgen, ist die finanzielle Vorsorge für den Pflegefall noch sehr gering. Und das, obwohl hier die reine gesetzliche Absicherung die tatsächlich anfallenden Kosten häufig nicht deckt.

(kunid) Die Mehrheit der Männer und der Frauen sparen in erster Linie für sich selbst. Meist denken sie dabei an die Pensionsvorsorge und den Erhalt des Lebensstandards im Alter. Dies ergab eine aktuelle Studie eines Marktforschungs-Unternehmens im Auftrag eines Geldinstituts.

Auf die Frage, für wen sie Geld zur Seite legen, gaben 92 Prozent der Männer und Frauen an, dass sie es für sich selbst tun. Frauen sorgen allerdings öfter für Kinder (61 Prozent) und Enkel- oder Patenkinder (26 Prozent) vor. Männer legen laut Umfrage häufiger für die Partnerin Geld auf die hohe Kante (49 Prozent). Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie der Imas Marktforschung im Auftrag eines Geldinstituts, für die insgesamt 500 Erwachsene befragt wurden.

Im Detail gaben die Männer an 62 Prozent (Frauen 63 Prozent) des Sparbetrages für sich selbst und 38 Prozent (Frauen 37 Prozent) für Familienmitglieder zurückzulegen.

Viele wünschen sich eine finanzielle Sicherheit im Alter

Sparmotiv Nummer eins ist für Frauen wie Männer die Alters- und Pensionsvorsorge beziehungsweise die allgemeine Vorsorge. 36 Prozent nannten dies als Grund dafür, dass sie Geld auf die Seite legen. An zweiter Stelle liegt die Wohnraumschaffung, dies gaben bei den Frauen 28 Prozent und bei den Männern 27 Prozent als Sparmotiv an. Danach folgt der Notgroschen (Frauen 26 Prozent, Männer 24 Prozent), das Auto (Frauen elf Prozent, Männer 15 Prozent) sowie das Sparen für Kinder und Enkelkinder (Frauen 23 Prozent, Männer elf Prozent ).

Für den Krankheitsfall sorgen jedoch nur wenige vor, bei den Frauen sind es gerade einmal drei und bei den Männern zwei Prozent. Noch weniger bilden Rücklagen für eine mögliche Pflegebedürftigkeit: Für dieses Risiko sparen lediglich ein Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen, und das obwohl insbesondere hier die gesetzliche Absicherung in der Regel nicht ausreicht, um die Kosten eines Pflegefalles zu decken.

Unterschätztes Pflegefallrisiko

Ein stationärer Pflegeplatz kann beispielsweise je nach Pflegebedürftigkeit und Heim zwischen 1.500 bis 7.000 Euro kosten. Da das gesetzliche Pflegegeld in der niedrigsten Pflegestufe 154,20 Euro und in der höchsten Pflegestufe maximal 1.655,80 Euro beträgt, muss der Betroffene die restlichen Kosten von seiner Pension, seinem sonstigen Einkommen und/oder verwertbaren Vermögen begleichen. Reicht dies nicht aus, kommt unter Umständen die Sozialhilfe/Mindestsicherung für den Restbetrag auf.

Je nach Bundesland und den dort geltenden Kostenersatzansprüchen (Pflegeregress-Regelungen) wird die bezahlte Sozialhilfe von den Angehörigen des Pflegebedürftigen, zum Beispiel von seinem Ehepartner, unter Umständen wieder zurückgefordert. Die private Versicherungswirtschaft bietet diverse Lösungen an, wie sich dieses Pflegekostenrisiko absichern lässt. Mehr Informationen dazu gibt es beim Versicherungsfachmann.

Vorsicht Zeckenalarm

In diesem Jahr sind die Zecken besonders früh unterwegs, denn je wärmer das Wetter, desto schneller werden die krankheitsübertragenden Tiere aktiv. Was gegen die gefährlichen Blagegeister hilft.

(kunid) Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten wie Borreliose oder die auch für Menschen lebensgefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Schon jetzt ist jeder, der sich gerne im Freien aufhält oder dort arbeiten muss, gefährdet, von einer Zecke gebissen zu werden. Denn bereits ab Temperaturen von sechs bis acht Grad Celsius werden die Plagegeister aktiv.

Zecken sind besonders dort anzutreffen, wo die Luftfeuchte langfristig hoch ist. Das ist beispielsweise in Laub- und Mischwäldern, in bodenbedeckenden Laubschichten, hohem Gras oder in dichtem Unterholz der Fall. Die Tiere sitzen insbesondere auf Gräsern, Baumstämmen und in Büschen. Sie können weder springen noch lassen sie sich fallen, sondern krabbeln auf vorbeikommende Tiere und Menschen, um sie zu beißen.

Mit dem Biss können die Zecken zahlreiche Krankheitserreger übertragen. Für den Menschen gefährlich sind die durch Zeckenbisse verursachte Krankheiten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose.

Borreliose: Die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) tragen je nach Region bis zu 30 Prozent der Zecken Borrelien-Bakterien in sich. Mit einem Biss kann die Zecke diese Bakterien auf den Menschen übertragen, der dadurch an Borreliose erkranken kann. Eine Impfung dagegen gibt es bisher nicht.

Borreliose gilt als die weltweit häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. Die Zeit vom Zeckenbiss bis zum Krankheitsausbruch wie auch die Symptome sind uneinheitlich. Häufig treten nach zwei bis vier Wochen, manchmal aber schon nach wenigen Tagen, grippale Anzeichen und sich ringförmig ausbreitende rötliche Hautveränderungen um die Bissstelle auf.

Nach drei bis sechs Monaten kann es zu rötlich-blauen Hautknötchen sowie zu Nerven- oder auch Herzentzündungen kommen. Ein halbes Jahr später klagen viele Betroffene über Gelenkentzündungen, meist an Knien oder Füßen. Ebenfalls möglich sind Veränderungen am Nervensystem. Viele Krankheitsanzeichen können aber auch erst Jahre später auftreten. Experten raten nach dem Erkennen der Krankheit zu einer möglichst frühzeitigen Antibiotikatherapie.

Impfen hilft

FSME ist eine durch Viren verursachte Krankheit, die sich nach rund sieben bis 14 Tagen durch grippale Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Magenbeschwerden oder Durchfall zeigt. Nach einem kurzen beschwerdefreien Zeitraum ist auch eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung möglich, die bis hin zum Koma oder zum Tod führen kann.

Auch hierzulande gibt es zahlreiche Regionen, in welchen bereits FSME-Krankheitsfälle aufgetreten sind. Eine online abrufbare Karte, die unter anderem nach den Daten des Departments für Virologie der Universität Wien, des Hygiene-Instituts der Universität Graz und des Hygiene-Instituts der Universität Innsbruck erstellt wurde, zeigt das FSME-Risikogebiet in Österreich.

Der beste Schutz vor FSME ist nach Angaben von Gesundheitsexperten, sich dagegen impfen zu lassen. Diverse Informationen rund um die entsprechende Impfung gibt es auf der Webseite der Österreichischen Apothekerkammer sowie in der herunterladbaren Broschüre „FSME kann jeden treffen“, die von der Österreichischen Apothekerkammer, der Ärztekammer und der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) herausgegeben wurde.

Sonstiger Schutz gegen Zecken

Zwar gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen einen Zeckenbiss, doch es gibt diverse Maßnahmen, die zumindest das Risiko minimieren. Zecken bevorzugen insbesondere Achselhöhlen, Leistengegend, Kniegelenke und den Haaransatz. Wer beispielsweise beim Aufenthalt im Freien geschlossene Kleidung, also festes Schuhwerk und lange Hosen beziehungsweise lange Ärmel trägt, verringert die Gefahr, dass sich eine Zecke an exponierter Stelle festbeißen kann. Im Handel angebotene insektenabweisende Mittel bieten, wenn überhaupt, nur einen zeitlich begrenzten Schutz.

Grundsätzlich ist es ratsam, nach einem Aufenthalt im Freien die Kleidung und den Körper sorgfältig nach Zecken abzusuchen. Wurde eine Zecke gefunden, sollte sie umgehend mit einer Pinzette entfernt werden. Dabei darf sie nicht gequetscht oder gedreht werden, denn anderenfalls steigt das Risiko, dass Borrelien, die sich im Magen-Darm-Trakt eines infizierten Tiers befinden können, in die Bisswunde eindringen. Das gleiche Risiko besteht, wenn man versucht die Zecke mit einem Tropfen Öl, Nagellack oder Klebstoff zu beseitigen, daher sollte dringend darauf verzichtet werden.

Konnte die Zecke nicht komplett mit ihrem Kopf entfernt werden, treten Hautveränderungen um die Bissstelle auf oder sind erste Krankheitssymptome erkennbar, ist eine ärztliche Untersuchung dringend notwendig. Wer in Gebieten mit erhöhtem FSME-Aufkommen von einer Zecke gebissen wurde, sollte prinzipiell einen Arzt aufsuchen.

Süße Gefahr für das Haustier

Wenn ein Hund oder eine Katze Schokolade frisst, kann das dramatische Folgen haben. Worauf Haustierbesitzer daher achten sollten.

(kunid) Was für den Menschen schmeckt, kann für das Haustier zum Problem werden. Hunde und Katzen sollten beispielsweise nicht mit Schokolade gefüttert werden, denn dies kann bei den Tieren schwere Vergiftungen hervorrufen oder sogar zum Tod führen.

Viele Hunde freuen sich über ein Stückchen Schokolade. Doch der Genuss kann schnell tödliche Folgen haben. Schokolade enthält nämlich die organische chemische Verbindung Theobromin, ein verwandter Stoff von Koffein. Dieser Wirkstoff wird im Organismus von Hunden, aber auch von Katzen, nur sehr langsam abgebaut und kann bei den Tieren zu schweren Herzproblemen führen. Im schlimmsten Fall können sie daran sogar sterben.

Die Vergiftungsfolgen hängen davon ab, wie viel und welche Schokoladenart das Haustier gefressen hat. Je höher der Kakaoanteil der Schokolade, desto höher der Gehalt an Theobromin. Je höher also der Kakaoanteil einer Schokolade, die das Tier gefressen hat, oder auch je größer die Menge der verzehrten Schokolade, desto größer ist der Vergiftungsgrad. Dunkle Zartbitterschokolade, wie die zum Backen verwendete Blockschokolade, ist am gefährlichsten, da hier der Kakao- und damit der Theobrominanteil im Vergleich zur Vollmilchschokolade sehr hoch ist.

Ein Rippchen Zartbitterschokolade kann schon tödlich sein

Pro ein Gramm Vollmilchschokolade sind etwa 1,5 bis zwei Milligramm Theobromin enthalten, bei Zartbitterschokolade sind es rund fünf Milligramm, bei Blockschokolade oder Kuchenkuvertüre circa 15 Milligramm und bei Kakaopulver ungefähr 14 bis 20 Milligramm pro ein Gramm der Süßigkeit. Schon 100 Milligramm Theobromin pro Kilogramm Gewicht des Hundes können für das Tier tödlich sein.

Demnach sind bereits rund 70 Gramm Milchschokolade, 20 Gramm Zartbitterschokolade oder sieben Gramm Blockschokolade pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes lebensgefährlich für das Tier. Bei kleineren Hunderassen beziehungsweise jungen Hunden sowie bei Katzen kann daher schon ein Riegel Zartbitterschokolade mit einem Gewicht von 20 bis 30 Gramm zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen. Für einen zehn Kilogramm schweren Hund sind 200 Gramm Zartbitterschokolade oder 70 Gramm Kuchenkuvertüre hochgiftig.

Kleinere Mengen der Süßigkeiten können bei Hunden und Katzen nach ein bis zwölf Stunden zu Vergiftungs-Erscheinungen führen. Typische Vergiftungssymptome sind starker Durst, Unruhe, Hecheln, Atemnot, Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Urinieren, Schwäche, Fieber, Herzrasen, Zittern und/oder Krämpfe bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Mit Kostenschutz zum Tierarzt

Sofern sich nach dem Genuss von Schokolade bei dem Tier Vergiftungs-Erscheinungen zeigen, oder wenn man weiß, dass das Tier größere Mengen zu sich genommen hat, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Für solche und ähnliche Fälle lohnt sich eine spezielle Krankenversicherung für die geliebten Vierbeiner. Sie übernimmt die je nach Behandlungsumfang teils teuren Tierarztkosten für die ambulante, stationäre und chirurgische Heilbehandlung sowie für Vorsorgemaßnahmen in der vereinbarten Höhe.

Auch für Pferde sind entsprechende Versicherungsverträge erhältlich. Der Leistungsumfang und die Prämie für eine solche Polizze können beim Versicherungsvermittler erfragt werden.

Gesetzlicher Unfallschutz trotz Umweg

Für gewöhnlich steht nur der kürzeste Weg von und zur Arbeit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie ein aktuelles Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofes belegt.

(kunid) Ein Mann wurde von seiner Frau mit dem Pkw von der Arbeit abgeholt. Sie fuhr allerdings nicht auf dem direkten Weg zurück, sondern wählte eine Ausweichroute – die sie aufgrund früherer Unfallerfahrungen als sicherer erachtete. Dennoch passierte ein Unfall, bei dem ihr Mann verletzt wurde. Die Allgemeine Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) wertete den Unfall aufgrund des Umwegs nicht als Arbeitsunfall. Der Oberste Gerichtshof entschied jedoch anders (Geschäftszahl 10ObS162/13s).

Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit erlitt ein Arbeitnehmer bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Die Frau des Verletzten, die das Fahrzeug lenkte, war allerdings nicht direkt nach Hause gefahren, sondern hatte einen Umweg zu einer Bankfiliale genommen.

Doch selbst wenn sie nicht zur Bank hätte fahren wollen, hätte sie trotzdem nicht den „direkten“ Weg nach Hause gewählt, sondern eine Strecke, die sich – jedenfalls bis zum Unfallzeitpunkt – mit der Fahrstrecke am Unfalltag deckte. Der Grund: Auf der direkten Strecke hatte sie bereits zwei Verkehrsunfälle erlitten und wollte diesen Weg deshalb meiden.

Erstgericht urteilt gegen den Verunfallten

Die Allgemeine Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA) lehnte es jedoch ab, dem verletzten Arbeitnehmer Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu gewähren. Ihrer Meinung nach handelte es sich bei dem Unfall nicht um einen Arbeitsunfall im Sinne des Paragrafen 175 Absatz 2 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungs-Gesetz). Geschützt wäre nur der „direkte“ Weg zwischen Arbeitsstätte und der Wohnung des Arbeitnehmers gewesen. Der Weg zur Bankfiliale sei aber ein im privatwirtschaftlichen Interesse gewählter Umweg.

Das Berufungsgericht sah die Sache anders. Grundsätzlich sei nur der direkte Weg – also in der Regel die streckenmäßig oder zeitlich kürzeste Verbindung – geschützt. Auf einem längeren Weg bestehe nur dann Versicherungsschutz, „wenn der an sich kürzeste Weg unter Bedachtnahme auf das benützte Verkehrsmittel entweder überhaupt nicht oder nur unter vor allem für die Verkehrssicherheit wesentlich ungünstigeren Bedingungen benutzt werden konnte oder der Versicherte dies wenigstens annehmen konnte“.

Dass der Weg ursprünglich zur Bank hätte führen sollen, erachtete das Berufungsgericht nicht als problematisch: Der Unfall sei ja noch auf dem Wegabschnitt passiert, den die Frau regelmäßig wählt. Somit habe er sich „noch nicht in einer Phase des Weges ereignet …, der ausschließlich persönlichen, eigenwirtschaftlichen Interessen (Aufsuchen der Bankfiliale) gedient“ habe.

Lenkerin konnte Umweg als sicherer annehmen

Damit war die AUVA nicht einverstanden, der Fall ging deshalb bis zum Obersten Gerichtshof (OGH). Die AUVA argumentierte unter anderem: Dass die Fahrerin den Weg möglichst störungsfrei zurücklegen habe wollen, könne kein Grund sein, bei der geringsten Verkehrsstörung einen Unfallversicherungs-Schutz auf einem Umweg zu begründen.

Der OGH stellte fest, dass zwar in der Regel die streckenmäßig oder zeitlich kürzeste Verbindung geschützt ist, „wobei einerseits das gewählte Verkehrsmittel maßgebend ist und andererseits der Versicherte zwischen im Wesentlichen gleichwertigen Möglichkeiten frei wählen kann“.

Auf einem durch Umweg längeren Weg bestehe aber Versicherungsschutz, „wenn der an sich kürzeste Weg unter Bedachtnahme auf das benützte … Verkehrsmittel entweder überhaupt nicht, beispielsweise wegen einer Verkehrssperre, oder nur unter – vor allem für die Verkehrssicherheit – wesentlich ungünstigeren Bedingungen (zum Beispiel durch Witterungs-, Straßen- oder Verkehrsverhältnissen) benützt werden oder der Versicherte solche für die tatsächlich gewählte Strecke sprechende günstigere Bedingungen wenigstens annehmen konnte“.

Schutz auf dem Umweg nicht von vornherein ausgeschlossen

Wenn nicht der kürzeste Weg gewählt wird, entfällt laut OGH der Versicherungsschutz also nur dann, „wenn für die Wahl des Weges andere Gründe maßgebend gewesen sind als die Absicht, den Ort der Tätigkeit beziehungsweise auf dem Rückweg die Wohnung zu erreichen, und wenn die dadurch bedingte Verlängerung der Wegstrecke unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Umstände als erheblich anzusehen ist“.

Dabei sei insbesondere auch der Wunsch in Betracht zu ziehen, „den Weg möglichst störungsfrei und zweckmäßig zurückzulegen“. Werde der Umweg eingeschlagen, um eine bessere Wegstrecke oder eine schneller befahrbare oder weniger verkehrsreiche Straße zu benutzen, so sei – je nach den Umständen des Einzelfalls – der Unfallversicherungs-Schutz auf dem Umweg nicht ausgeschlossen.

Weiter hielt der OGH fest, dass kleine Umwege, die nur zu einer unbedeutenden Verlängerung der Wegstrecke oder der Wegzeit führen, für den Unfallversicherungs-Schutz unschädlich sind. Dabei seien die Ausführungen des Berufungsgerichts zu berücksichtigen, wonach die längere Wegstrecke nicht als „erhebliche Verlängerung“ angesehen werden könne. Der OGH verwies dabei auch auf das Tempolimit.

Sogar bei erheblichen Umwegen Versicherungsschutz möglich

Der Versicherungsschutz bleibe nach den in der OGH-Entscheidung ausgeführten Grundsätzen auch bei erheblichen Umwegen bestehen, „wenn der innere Zusammenhang zwischen dem Zurücklegen des Weges und der versicherten Tätigkeit bestehen bleibt“. Dies werde insbesondere bei Umwegen bejaht, um eine bessere Wegstrecke oder eine weniger verkehrsreiche oder eine schneller befahrbare Straße zu benutzen.

An der Beurteilung des Berufungsgerichts, dass die Ehefrau aufgrund ihrer früheren Unfälle annehmen konnte, dass der streckenmäßig kürzeste Weg wesentlich weniger verkehrssicher gewesen wäre, hatte der OGH im Hinblick auf die festgestellten Umstände nichts zu beanstanden. Wie der Fall zeigt, ist es nicht immer eindeutig, ob der gesetzliche Unfallschutz greift oder nicht. Zudem besteht bei Freizeitunfällen prinzipiell kein gesetzlicher Unfallschutz, obwohl sich hier die meisten Unfälle ereignen. Eine private Absicherung ist daher sinnvoll.

Im Gegensatz zur gesetzlichen bietet eine private Unfallversicherung weltweiten Schutz und zwar rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit. Die Höhe der Absicherung kann hier nach dem individuellen Bedarf gestaltet werden. Sinnvoll zur Einkommenssicherung sind auch eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Polizze, welche im Übrigen nicht nur nach einem Unfall, sondern auch bei Krankheit leisten. Ein Versicherungsexperte hilft, die individuell passende Absicherung auszuwählen.

Staatlicher Bonus für sicherheitsbewusste Motorradfahrer

Im Frühjahr zieht es viele Motorradfahrer wieder auf die Straße. Damit alle Motorradtouren unfallfrei bleiben, sollten das Motorrad, aber auch der Biker fit genug sein. Motorradfahrer erhalten aktuell sogar eine staatliche Förderung, wenn sie an einem Fahrtraining teilnehmen.

(kunid) Mangelnde Fahrroutine nach der Winterpause, eine unangepasste Geschwindigkeit, aber auch Autofahrer, die nicht damit rechnen, dass vermehrt wieder Motorräder im Straßenverkehr anzutreffen sind, stellen besonders zu Beginn der Motorradsaison ein hohes Unfallrisiko dar. Wie Motorradfahrer die Unfallgefahren, teils sogar mit staatlicher Unterstützung, minimieren können.

Jedes Jahr verletzen sich rund 3.500 Personen als Fahrer oder Mitfahrer bei einem Motorradunfall. Letztes Jahr kamen 89 Menschen dabei ums Leben. Nach Angaben von Verkehrsexperten und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (Bmvit) kann die richtige Vorbereitung auf eine Motorradtour die Unfallgefahr minimieren.

Vor der ersten Ausfahrt sollten insbesondere die sicherheitsrelevanten Motorradteile auf Funktionstüchtigkeit beziehungsweise Verkehrssicherheit geprüft werden. Besonders genau ist die Bremsfunktion zu kontrollieren. Unter anderem ist darauf zu achten, dass die Dicke der Bremsklötze sowie die Menge, Farbe und Konsistenz der Bremsflüssigkeit in Ordnung ist und die Bremsschläuche nicht porös sind. Auch den Pegelstand der anderen Flüssigkeiten, wie Motoröl und Kühlflüssigkeit, gilt es zu kontrollieren.

Für ein verkehrssicheres Bike

Ein weiteres wichtiges Sicherheitselement sind die Reifen. Sie dürfen nicht rissig sein oder andere Beschädigungen aufweisen. Obwohl das vorgeschriebene Mindestprofil bei 1,6 Millimetern liegt, sollten es nach Angaben von Verkehrsexperten aus Sicherheitsgründen besser drei Millimeter oder mehr sein. Geprüft werden sollte zudem, ob der Luftdruck den Vorgaben der Betriebsanleitung entspricht.

Die Scheinwerfer, das Schlusslicht, das Bremslicht, die Blinker und die Reservelampen müssen intakt sein und funktionieren. Auch das Radlager, das Lenkkopflager und das Schwingenlager müssen in Ordnung sein. Des Weiteren sollte die Kette die nötige Schmierung und Spannung aufweisen.

Nicht zuletzt schützt ein kurzer Blick auf das Pickerl vor unliebsamen Überraschungen. Denn wenn die Überprüfung der erforderlichen Verkehrs- und Betriebssicherheit bereits überfällig ist – Motorräder müssen alle zwölf Monate zuzüglich einer maximalen Toleranzfrist von vier Monaten zur Begutachtung –, kostet dies unter Umständen ein hohes Bußgeld.

Staatlich gefördertes Sicherheitstraining

Für die eigene Sicherheit des Fahrers und Mitfahrers unentbehrlich sind eine gute, funktionale Schutzkleidung in hellen Farben sowie ein Helm, der den Sicherheitsstandards genügt. Nach einer langen Fahrpause ist es für jeden Biker wichtig, seine eigene Kondition und ein sicheres Fahrverhalten wieder zu trainieren.

Er sollte sich daher mit dem Motorrad wieder vertraut machen. Anfahr-, Brems- und Lenkübungen sowie das mehrmalige Abstellen des Krades beispielsweise auf einem Übungsplatz helfen, das Gefühl für die Maschine wiederaufzubauen. Auch Sicherheitstrainings, bei denen Kradfahrer das sichere Kurven fahren, Überholen und Bremsen ausgiebig üben können, tragen zur Minimierung des Unfallrisikos bei.

Tipp: Das Bmvit fördert in diesem Jahr alle Motorradfahrer, die an einem Fahrtechniktraining teilnehmen, mit einem Bonus von 20 Euro. Ein entsprechender Gutschein kann im Webauftritt des Bmvit ausgedruckt und vom 1. April bis 31. Mai 2014 bei den Fahrtechnikzentren des Auto-, Motor- und Radfahrerbunds Österreichs (ARBÖ) oder des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) eingelöst werden.

Kurze Touren zum Eingewöhnen

Des Weiteren sollten die ersten Touren relativ kurz sein und Stadtstrecken oder anspruchsvolle Strecken am Anfang vermieden werden, da sicheres Motorradfahren auch eine Frage der Kondition und der Übung ist.

Doch auch die Autofahrer müssen sich nach dem Winter erst wieder an die schnellen Zweiräder gewöhnen. Motorradlenker sollten daher defensiv und vorausschauend fahren, da sie damit rechnen müssen, dass andere Verkehrsteilnehmer sie nicht sofort wahrnehmen.

Weitere Tipps für ein sicheres Motorradfahren bietet die kostenlos beim Bmvit herunterladbare Broschüre „Respect“.

Hohe Zufriedenheit bei den Versicherungskunden

In einer aktuellen Studie wurde untersucht, ob Versicherungsnehmer positive oder negative Erfahrungen mit ihrem Anbieter gemacht haben. Die Österreicher gehören im Rahmen von 30 untersuchten Ländern mit zu den zufriedensten Versicherungskunden.

(kunid) Mehr als vier von zehn Österreicher gaben in einer vor Kurzem veröffentlichten Studie an, ausdrücklich gute Erfahrungen als Versicherungskunden gemacht zu haben. Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei den untersuchten 30 Ländern damit auf Platz drei.

Aus der aktuellen Studie „World Insurance Report 2014“von Capgemini, einer Firma mit Schwerpunkt Unternehmensberatung, geht hervor, dass 44 Prozent der österreichischen Versicherungskunden dezidiert positive Erfahrungen mit ihren Versicherungen gemacht haben. Für die Studie wurden mehr als 15.500 Versicherungskunden in 30 Ländern – darunter Österreich – befragt. Nur fünf Prozent der Befragten berichteten von negativen Erfahrungen.

Österreich schneidet gut ab

Vergleicht man den Wert positiver Erfahrungen mit der Vorjahresanalyse, zeigt sich hierzulande eine ziemlich konstante Zufriedenheit: Auch in der letztjährigen Studie gaben 44 Prozent der Befragten an, gute Erfahrung mit Versicherungen zu haben.

Im internationalen Vergleich liegt Österreich damit auf Platz drei. Die Tabellenersten sind die USA mit 51 Prozent zufriedenen Kunden und die Niederlande, die nur knapp vor Österreich liegen. Im Durchschnitt erinnert sich in allen 30 Ländern insgesamt jeder dritte Befragte (32 Prozent) an gute Erfahrungen mit dem Versicherer. „Schlusslicht“ ist Südkorea, wo sich nur 15 Prozent zufrieden zeigen.

Die direkte Interaktion mit dem „Versicherungsvertreter“ sorgt nach wie vor am häufigsten für positive Kundenerlebnisse, so ein weiteres Studienergebnis.

Countdown für das neue Pensionskonto

Das bereits seit Anfang des Jahres geltende Pensionskonto-System soll den Österreichern mehr Transparenz und Planbarkeit für ihre Pension bringen. Klar ist bereits: Ein fünf Jahre früherer oder späterer Pensionsantritt kann massive Unterschiede in der Pensionshöhe bedeuten.

(kunid) Ab Mitte des Jahres sollen die Österreicher nach und nach ihr individuelles neues Pensionskonto einsehen können. Derzeit werden allfällige Lücken im Versicherungsverlauf geschlossen – viele Österreicher haben aber ihren Fragebogen noch nicht an ihren Pensionsversicherungs-Träger retourniert. Fehlende Zeiten können schlimmstenfalls zu einer niedrigeren Pension führen.

Seit dem 1. Jänner 2014 gilt in Österreich das neue, einheitliche Pensionskonto, das die bisherige Parallelrechnung ablöst. Es soll Pensionsversicherten validere Einblicke in die angesammelten individuellen Pensionsansprüche geben. Während die Pensionen der bis zum 31. Dezember 1954 Geborenen nach dem Allgemeinen Sozialversicherungs-Gesetz (ASVG) berechnet werden, sind in dem neuen Pensionskonto alle ab 1. Jänner 1955 Geborenen erfasst. Besser gesagt: werden erfasst. Nutzen kann man das neue Pensionskonto derzeit nämlich noch nicht.

Wer versucht, online auf sein Pensionskonto zuzugreifen, erhält lediglich die Information: „Im Laufe des Jahres 2014 erhalten Sie automatisch Ihre Pensionskontomitteilung zugesandt. Sobald diese bei Ihnen einlangt, ist Ihr neues Pensionskonto auf aktuellem Stand und Sie können dieses jederzeit einsehen.“ Sozialminister Rudolf Hundstorfer bezeichnete vor Kurzem die derzeit laufende als die „größte Verwaltungsreform“ der Zweiten Republik – und appellierte an die Mitwirkung der Versicherten.

Zahlreiche Versicherte haben Daten noch nicht ergänzt

Allein die Pensionsversicherungs-Anstalt (PVA) muss 3,6 Millionen sogenannte „Kontoerstgutschriften“ erstellen. Diese wird für all jene ab 1. Jänner 1955 Geborenen erstellt, die bis zum 31. Dezember 2004 mindestens einen Versicherungsmonat erworben haben. Alle Anwartschaften, die ein Versicherter bis 31. Dezember 2013 gesammelt hat, werden berücksichtigt. Von diesen 3,6 Millionen betroffenen Versicherten weisen laut PVA-Obmann Manfred Felix 2,4 Millionen Lücken im Versicherungsverlauf auf, zum Beispiel aufgrund von Arbeitszeiten im Ausland.

Um diese Lücken zu schließen, wurden bzw. werden die Versicherten verständigt und um Bestätigung beziehungsweise Ergänzung fehlender Angaben ersucht. Die Rücklaufquote liege derzeit bei etwa 50 Prozent, erklärte Felix. Nicht rechtzeitig gemeldete Versicherungszeiten können zu einer niedrigeren Pension führen. Versicherte, die keine Lücken in ihrem Versicherungsverlauf aufweisen, oder ihre Daten bereits ergänzt haben, werden demnächst ebenfalls verständigt. Ab Juli folge dann planmäßig die Information über die Kontoerstgutschrift.

„Es wird zirka drei bis vier Monate dauern, bis alle ihre Kontoerstgutschrift in Händen haben“, so Felix. Mit Erhalt der Mitteilung sei das Konto online abrufbar. Ab Mitte 2015 soll dann auch ein Rechner zur Verfügung stehen, mit dessen Hilfe sich die künftige (theoretische) Pensionshöhe bzw. die Auswirkungen eines früheren oder späteren Pensionsantritts eruieren lassen. Die tatsächliche Pensionshöhe kann freilich erst am Ende des Berufslebens festgestellt werden, wenn der komplette Einkommensverlauf vorliegt.

Für manche gibt es den Pensionsrechner wahrscheinlich noch heuer

Bei der Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Weg ein etwas anderer. Weil die Werte für 2013 noch nicht vorliegen, werde die SVA erstmals im Juni an die Versicherten herantreten und diese um Datenprüfung beziehungsweise -ergänzung ersuchen. Sobald die Steuerbescheide vorliegen, werde die endgültige Kontogutschrift erstellt.

Da die Einkommensentwicklung bei Selbstständigen laufenden Schwankungen unterliege, arbeite die SVA derzeit an einem eigenen Pensionsrechner, der auf der vom Versicherten erwarteten Einkommensentwicklung basiert. Er soll noch heuer zur Verfügung stehen.

Mithilfe des Pensionskontos werden sich Experten zufolge die Bürger letztendlich besser auf die künftige Pensionshöhe einstellen und rechtzeitig entsprechend reagieren können, etwa mit dem Abschluss einer privaten Vorsorge oder der Wahl des Pensionsantritts-Zeitpunkts.

Anreize zum längeren Arbeiten

Auch Hundstorfer wies auf das Bonus/Malus-System hin: „Dass sich Weiterarbeiten auch lohnt, sieht jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer im individuellen Pensionskonto schwarz auf weiß. Unser Ziel ist es, Menschen länger im Erwerbsleben zu halten.“

Das Pensionskonto solle – soweit dies einem Erwerbstätigen gesundheitlich möglich sei – positive Anreize zum längeren Arbeiten schaffen. Der Unterschied kann, je nach gewähltem Antrittsalter, tatsächlich massiv sein, wie die PVA in einem Fallbeispiel für eine Person mit 45 Versicherungsjahren vorrechnet.

Ein durchschnittliches Brutto-Einkommen von 2.200 Euro pro Monat ergibt in diesem Fallbeispiel bei einem Pensionsantritt 2017 mit 62 Jahren eine Bruttopension von 1.560 Euro. Bei einem Pensionsantritt mit 67 erhält sie 2.244 Euro – ein Unterschied von 43,8 Prozent.

Online-Informationsquellen

Wie groß der Umstellungsaufwand allein in Bezug auf Papierverbrauch, Druck und Versand der Kontoerstgutschrift ist, hat die PVA für ihren Bereich wie folgt errechnet: Rund 45 Tonnen Papier werden bewegt, die Kosten belaufen sich auf 39 Millionen Euro.

Hundstorfer sieht darin einen notwendigen Einmalaufwand für eine Systemumstellung, die für die nächsten Jahrzehnte halten soll. Immerhin bestehe auch das derzeitige System seit 60 Jahren.

Vor allem aber: Wenn das neue Pensionskonto die Versicherten dazu veranlasse, auch nur zwei Wochen später in Pension zu gehen, habe es sich bereits ausgezahlt. Ein um zwei Wochen späterer Antritt bringe nämlich eine Ersparnis von 50 Millionen Euro. Informationen zum neuen Pensionskonto gibt es online bei:

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