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Aktuelle Nachrichten

Worüber sich die Bürger Sorgen machen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Problembereiche hierzulande nach Meinung der Österreicher dringend gelöst werden sollten.

(kunid) Eine jüngst veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Themen, warum sich Bürger sorgen machen, aber auch der Grad der Besorgnis im Vergleich zum Vorjahr nur wenig geändert haben. Besonders die Problembereiche Arbeitslosigkeit, „Politik“ und Pensionen wurden hier genannt.

„Challenges of the Nations“ – Herausforderungen der Nationen – heißt eine internationale Studie, die der GfK Verein im Frühjahr 2014 in 17 Ländern durchgeführt hat. Rund 19.700 Interviews wurden geführt, in Österreich sind die Stellungnahmen von 1.000 Personen eingeflossen. Dabei wurde gefragt, welche Probleme und Aufgaben ihrer Meinung nach am dringendsten im Land gelöst werden müssten. Den Befragten wurden keine einschränkenden Vorgaben für ihre Antworten gemacht, Mehrfachnennungen waren möglich.

„Insgesamt haben sich die Besorgniswerte in Österreich seit 2013 wenig verändert“, fasst die GfK Austria GmbH das Ergebnis zusammen. „Mit maximal drei Prozentpunkten Abweichung bei den einzelnen Themen zeigen sie sich besonders im Vergleich mit anderen Ländern recht stabil.“

Arbeitslosigkeit vor „Politik“ und Pension

Wie in den meisten Ländern, so GfK Austria, steht auch in Österreich das Thema Arbeitslosigkeit an erster Stelle jener Themen, die als vordringliche Problemstellung gesehen werden. 29 Prozent der Befragten betrachteten dies als dringlich zu lösende Aufgabe. Dieser Wert hat seit 2011, hier waren es noch 20 Prozent, kontinuierlich zugenommen. 2009 und 2010 lag der Wert allerdings mit über 40 Prozent noch deutlich über dem diesjährigen.

Als nächst größere „Baustelle“ sehen die Befragten den Bereich „Politik und Regierung“. „15 Prozent der Österreicher zeigen sich nach einem turbulenten Wahljahr besorgt über die nachfolgenden Ereignisse“, so die GfK Austria. Damit bewegt sich die Politik seit etwa fünf Jahren auf relativ konstantem Niveau.

Praktisch gleichauf liegt der nächste Themenbereich, für den die Bürger eine Lösung wünschen. Mit 15 Prozent bleibe die Sorge um Pension und Altersvorsorge auf dem Niveau des Vorjahres und damit auf dem dritten Platz des Rankings, so die GfK Austria.

Private Lösung zur Pensionsproblematik

Wie andere Befragungen belegen, glaubt insgesamt die Mehrheit der Bürger nicht, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nur mithilfe der Pension halten können. Auch Experten rechnen unter anderem damit, dass sich die demografische Entwicklung finanziell negativ auf die Sozialleistungen wie die Pensionshöhe auswirken wird. Künftig werden nämlich noch mehr alte Menschen die Sozialleistungen in Anspruch nehmen als heute, aber weniger Erwerbstätige werden in die Sozialsysteme einzahlen.

Doch auch eine längere Lebenserwartung kann unter Umständen nachteilig sein, wenn man nicht richtig vorgesorgt hat. Denn wer länger lebt, braucht auch länger Geld, um den eigenen Ruhestand sorgenfrei genießen zu können. Deshalb ist es wichtig, schon frühzeitig an eine finanzielle Absicherung für das Alter zu denken.

Wer wissen möchte, welches Einkommen ihm insgesamt im Pensionsalter zur Verfügung steht, und welche teils auch staatlich geförderten Altersvorsorgelösungen für ihn sinnvoll sind, kann sich von einem Versicherungsfachmann beraten lassen.

Hohe Schäden durch Industriespionage

Eine Studie offenbart, wie stark Unternehmen hierzulande durch Industriespionage in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Analyse weist auch auf Lücken im Risikomanagement und in der Absicherung hin.

(kunid) Einer neuen Untersuchung zufolge ist Industriespionage ein weitverbreitetes Phänomen: Die Hälfte der befragten Unternehmen verzeichnete Angriffe oder zumindest einen Verdachtsfall. Häufig betroffen sind unter anderem die Branchen Automobil und Maschinenbau. Die Studie ortet bei heimischen Unternehmen nicht nur Mängel im Risikomanagement, auch verzichten die meisten noch auf eine mögliche Absicherung durch eine entsprechende Versicherungspolizze.

Jedes zweite Unternehmen in Österreich verzeichnete in den vergangenen zwei Jahren einen Spionageangriff oder zumindest einen Verdachtsfall. Pro Jahr entstehen bei Unternehmen durch Industriespionage Schäden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Zu diesem Schluss gelangt eine neue Studie, die die Corporate Trust Business Risk & Crisis Management GmbH, ein Beratungsunternehmen für Sicherheits-Dienstleistungen erstellt hat.

Für die repräsentative Analyse in Österreich wurden 1.396 hiesige Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche und Größe befragt. Erfasst wurden Firmen mit mindestens zehn Mitarbeitern sowie einem Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von über einer Million Euro.

Mittelstand im Visier

37,5 Prozent der von Spionageangriffen betroffenen Unternehmen erlitten dadurch einen finanziellen Schaden von 10.000 bis 100.000 Euro. Bei 15,6 Prozent bewegte sich der Schaden zwischen 100.000 Euro und einer Million Euro. 3,1 Prozent waren mit Schäden von mehr als einer Million Euro konfrontiert. Bei 25 Prozent war ein Schaden nicht nachweisbar.

Nach wie vor haben die Angreifer laut Analyse den Mittelstand im Auge, speziell den Automobil-, Luftfahrzeug-, Schiffs- und Maschinenbau. 18,2 Prozent der Angriffe entfielen auf diesen Sektor. „Keine andere Branche wird so oft angegriffen“, sagt Alfred Czech, Geschäftsführer von Corporate Trust in Wien. „Die Produkte dieser Unternehmen werden auf Grund ihrer ständigen Innovationen und ihrer hohen Qualität weltweit geschätzt. Umso wichtiger ist es, deren Innovationskraft und damit deren Know-how zu schützen.“

An zweiter Stelle (14,6 Prozent) der österreichischen Unternehmen, die häufig von Cyber-Kriminellen attackiert werden, stehen die Eisen-, Stahl- und Metallverarbeitung, gefolgt von der Elektrobranche (12,7 Prozent).

Quellen der Hackerangriffe

In einigen Fällen ist es den betroffenen Unternehmen möglich gewesen, Angaben zur geografischen Herkunft der Angreifer zu machen. 36,4 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die erfolgten Spionageangriffe am häufigsten von Osteuropa ausgingen.

Dahinter folgen die GUS-Staaten (30,9 Prozent). Auch aus Österreich selbst (ebenfalls 30,9 Prozent) und aus Nordamerika (21,8 Prozent) habe es zahlreiche Angriffe gegeben. „Immer mehr Unternehmen müssen feststellen, dass Angriffe auch in der Heimat und aus befreundeten Staaten heraus stattfinden“, so Czech.

Die Angreifer gehen der Studie zufolge sehr unterschiedlich vor. 41,8 Prozent der betroffenen Unternehmen erlebten Hackerangriffe auf ihre EDV-Systeme und ihre Geräte. 40 Prozent berichten von Abhör- beziehungsweise Abfangaktionen elektronischer Kommunikation. An dritter Stelle (38,2 Prozent) steht der Datendiebstahl durch eigene Mitarbeiter, an vierter (25,5 Prozent) der „Abfluss von Daten“ durch Externe wie Zulieferer und Berater.

Mängel im Risikomanagement

Besonders stark gefährdet sind laut der Studie die Bereiche IT-Administration und IT-Service. 21,6 Prozent der betroffenen Unternehmen geben an, hier bereits Schäden erlitten zu haben. Danach folgen die Bereiche Forschung und Entwicklung (18,2 Prozent), Mergers & Acquisitions (16,4 Prozent), Vertrieb (14,6 Prozent) und Fertigung (12,7 Prozent) in der Gefährdungsskala. Insgesamt führen nach eigenen Angaben mehr als drei Viertel der Unternehmen keine Sicherung der besonders sensiblen Bereiche – beispielsweise mittels Videoüberwachung – durch.

Aus der Analyse ergibt sich zudem, dass die Firmen „viel zu oft“ dem jeweiligen Mitarbeiter die Entscheidung überlassen, ob Informationen geschützt werden müssen und, wenn ja, wie. „Nur 21,2 Prozent der österreichischen Unternehmen haben eine Schutzbedarfsanalyse durchgeführt und festgelegt, welche Daten/Informationen unbedingt geschützt werden müssen“, so die Studienautoren. Lediglich 3,4 Prozent der Unternehmen verfügen außerdem über eine Versicherung gegen die finanziellen Risiken eines Datenverlusts.

Neben einer Allgefahren-Versicherung für Computer und sonstige IT-Anlagen bieten manche Versicherer nämlich spezielle Versicherungen gegen Cyberrisiken an. Damit lassen sich diverse Kosten, die durch einen geglückten Hackerangriff entstehen können, absichern. Darunter fallen zum Beispiel Ausgaben für die Wiederherstellung beschädigter oder zerstörter Daten, Aufwendungen, um eine Betriebsunterbrechung zu verhindern, aber auch mögliche Kosten für ein notwendiges Krisenmanagement, nachdem Cyberkriminelle geklaute Daten unerlaubt veröffentlicht haben.

Finanzieller Schutz für Singles und Alleinerziehende

Rund 1,65 Millionen Bürger leben in Österreich alleine oder als Alleinerziehende. Worauf insbesondere Singles oder Alleinerziehende achten sollten, um auch in schwierigen Situationen finanziell abgesichert zu sein.

(kunid) Nach Angaben der Statistik Austria leben von den knapp 8,37 Millionen Bürgern in Österreich jeder Fünfte als Single oder Alleinerziehender. Da gerade diese Personengruppen häufig nicht durch andere eine finanzielle Rückendeckung haben, ist eine entsprechende Vorsorge notwendig, damit beispielweise bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit kein finanzielles Fiasko droht.

Die Mehrheit der Alleinlebenden finanzieren sich bis zum Pensionsalter überwiegend aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Wird man als Single aus irgendeinem Grund wie einem schweren Unfall oder einer langwierigen Krankheit berufsunfähig, kann es daher schnell zu finanziellen Schwierigkeiten kommen.

Denn die gesetzliche Absicherung bei einer eintretenden Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit durch eine Erwerbs-, Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeits-Pension ist begrenzt. In der Regel kommt es nämlich bei einer dauerhaften Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit zu einer Einkommenslücke im Vergleich zum bisherigen Aktiveinkommen.

Wenn eine Berufstätigkeit nicht mehr möglich ist.

Insgesamt wurden 2013 mehr als 204.000 Invaliditäts-, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitspensionen ausbezahlt. Im Durchschnitt erhielten die Bezieher einer vollen Invaliditäts-, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitspension 1.126 Euro im Monat. Das durchschnittliche Medianeinkommen von Arbeitern und Angestellten lag bereits ein Jahr zuvor bei 2.318 Euro. Nicht nur, aber besonders für Alleinstehende kann diese Einkommenslücke dazu führen, dass sie ihren bisherigen Lebensstandard nicht mehr halten können.

Die private Versicherungswirtschaft bietet daher Lösungen an, um einen fehlenden oder auch unzureichenden gesetzlichen Schutz abzudecken. Eine private Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung zahlt beispielsweise eine vereinbarte Rente, wenn der Versicherte nach einem Unfall oder aufgrund einer Krankheit dauerhaft seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Nachdem ein optimaler Versicherungsschutz nicht nur vom Familienstand, sondern auch von der finanziellen Situation, der Berufstätigkeit sowie der individuellen Lebensplanung abhängt, ist es sinnvoll, sich von einem Versicherungsexperten ausführlich beraten zu lassen.

Für eine unfallfreie Kindheit

Laut Statistik verunglücken in Österreich jeden Tag mehr als 435 Kinder bis 14 Jahren so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Experten erklären die größten Risiken und welche Präventivmaßnahmen sinnvoll sind.

(kunid) Unfälle stellen in Österreich die größte gesundheitliche Gefahr für Kinder dar. Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) werden jährlich rund 159.500 Kinder so schwer bei Verkehrs- oder Freizeitunfällen verletzt, dass sie stationär versorgt werden müssen. Viele dieser Unfälle könnten durch Schutzmaßnahmen verhindert werden.

Nach Angaben der Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) verunglückten 2012 rund 2.900 Kinder bis 14 Jahren im Straßenverkehr, über 36.000 in der Schule oder im Kindergarten, 41.100 beim Sport und 75.800 zu Hause. Besonders häufig sind bei den Kindern Unfallverletzungen am Kopf, Knochenbrüche sowie Verletzungen an der Wirbelsäule oder den Organen. Mehrere Hundert Kinder werden zudem wegen Verbrennungen oder einer Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Ein Großteil der Kinderunfälle lässt sich nach Angaben von Experten jedoch durch umsichtiges Verhalten, altersgerechte Sicherheitsmaßnahmen und eine gewissenhafte Aufsicht vermeiden.

Unterwegs und zu Hause

Im Auto ist beispielsweise die grundsätzliche Verwendung einer altersgerechten und geprüften Sitzsicherung wichtig: Je nach Alter, Größe und Gewicht darf das Kind nur in einer geeigneten Liegeschale oder einem Kindersitz mitgenommen werden – egal wie kurz die Strecke ist. Dies kann zwar in der Regel keine Unfälle verhindern, doch zumindest die Verletzungen so gering wie möglich halten. Das Gleiche gilt für den Fahrradhelm, den nicht nur Kinder bis 12 Jahren beim Fahrradfahren immer aufhaben sollten.

Sind die Kleinen zu Fuß unterwegs, sollten sie durch Reflektoren an der Kleidung und durch bunte Farben bei jeder Witterung für andere Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen sein.

Kleine Kinder dürfen wegen der Gefahr des Ertrinkens zudem niemals ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden sowie auf einem Gelände mit Gartenteich oder sonstigem Gewässer sein. Heiße Speisen und Getränke oder auch am Herd stehende Töpfe mit heißem Inhalt sind immer außer Reichweite der Sprösslinge zu halten, um Verbrühungen zu vermeiden. Selbst eine Tischdecke kann zur Unfallfalle werden, wenn ein Kind versucht, sich daran festzuhalten, und dadurch die Decke samt daraufstehendem Geschirr mit Speisen vom Tisch zieht.

Gegen Stürze, die Gefahr des Erstickens und Stromunfälle

Treppenschutzgitter, spezielle Sicherheitsriegel an Fenstern sowie Schutzgitter an Etagenbetten verhindern gefährliche Stürze. Bei Säuglingen sollte man diesbezüglich beim Wickeln immer eine Hand am Kind halten. Kinder, die sich an Regalen und/oder Schränken hochziehen, können diese leicht zum Umfallen bringen. Daher sollten derartige Möbel gut an der Wand und/oder am Boden verankert sein.

Verschluckbare Kleingegenstände wie Knöpfe oder Ringe, sowie Medikamente, Zigaretten, Alkohol und Putzmittel müssen außer Reichweite von Kleinkindern sein, um Vergiftungen oder Ersticken vorzubeugen. Dies gilt auch für giftige Pflanzen in Wohnung und Garten.

Stromunfälle lassen sich durch Kindersicherungen in jeder Steckdose und das Wegräumen von elektrischen Geräten verhindern. Herumhängende Schnüre beispielsweise an Vorhängen oder an der Kleidung sowie in Reichweite liegende Kabel können schnell zur Strangulationsfalle für ein Kind werden und sind daher zu vermeiden.

Brandgefährlich

Brandverhütungsexperten empfehlen allen, die Kinder erziehen oder betreuen, so früh wie möglich auf eine richtige Feuer- beziehungsweise Brandschutzerziehung Wert zu legen, um ein Zündeln der Kinder zu verhindern. Es ist beispielsweise sinnvoll, im Zuge von Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten, die eng mit Kerzenlicht verbunden sind, Kindern den sorgfältigen und bewussten Umgang mit Licht und Feuer näherzubringen.

Kinder sollten zudem nie ohne Aufsicht von Erwachsenen bei einem offenen Feuer wie einem Grill oder einem offenen Kamin sein. Auch andere Brandrisiken wie Halogenleuchten als Nachttisch- oder Kinderschreibtisch-Lampen gilt es zu vermeiden. Die genannten Leuchtmittel können nämlich eine Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius erreichen und Materialien wie Papier, Stoffe oder Bettzeug schnell in Brand setzen. Neben einem Feuerlöscher gehören Rauchwarnmelder im Flur, im Wohnzimmer und im Kinderzimmer zu den bedeutendsten Schutzmaßnahmen.

Detaillierte Informationen und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, gibt es kostenlos in herunterladbaren Flyern und Broschüren des KfV. Unter anderem sind folgende Ratgeber erhältlich: „Sicher groß werden“, „Checkliste: Spielplatz“, „Gift: Gefahr für Kinder“, „Checkliste für den Helmkauf“, „Verbrennungen: Prävention und erste Hilfe“, „Lebensretter: Kindersitz“ sowie „Kinder im Straßenverkehr: sicher unterwegs“. Erste-Hilfe-Tipps zu den verschiedensten Verletzungsarten bei Kindern sind zudem in einem Webportal des Bundesministerium für Gesundheit zu finden.

Finanzielle Absicherung für den Ernstfall

Da trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer ein Unfallrisiko besteht, ist eine umfassende Absicherung vor den finanziellen Folgen und Mehrbelastungen durch unfallbedingte Gesundheitsschäden wichtig. Eine private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr weltweiten Schutz, also sowohl bei Unfällen zu Hause und in der Schule als auch in der Freizeit.

Je nach Vereinbarung erhält man bei einer unfallbedingten Invalidität eine monatliche Rente und/oder eine Versicherungssumme ausbezahlt. Weitere Leistungen, also zum Beispiel ein Spitalsgeld, Zuschüsse für kosmetische Operationen oder die Erstattung sonstiger anfallender Kosten nach einem Unfall, wie Heil-, Bergungs- und Rückholkosten, können oftmals optional vereinbart werden.

Eine private Krankenzusatz-Versicherung sorgt außerdem dafür, dass ein unfall-, aber auch krankheitsbedingter Spitalaufenthalt für das Kind so angenehm wie möglich wird. Unter anderem können hier Leistungen wie die freie Wahl des Spitals, eine Unterbringung in einem Sonderklassezimmer mit Chefarztbehandlung und/oder die Kostenübernahme für die zusätzliche Unterbringung einer Begleitperson des Kindes in der Klinik vereinbart werden.

Steigende Zahl an tödlichen Motorradunfällen

Der Bestand an motorisierten Zweirädern nimmt zu. Doch auch die Zahl der Todesopfer ist zuletzt gestiegen. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

(kunid) 44 Motorradfahrer sind im ersten Halbjahr 2014 bereits tödlich verunglückt. Betroffen sind vor allem Späteinsteiger der Altersgruppe „39 plus“. Was das Verkehrsministerium diesbezüglich unternehmen will.

Die Zahl der motorisierten in Österreich zugelassenen Zweiräder hat in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent auf über 450.000 in 2013 zugenommen. Statistisch gesehen gehen zwar die Zahl der Motorradunfälle mit Ausnahme der Jahre, in denen es wärmere Winter und längere Sommer gibt und somit auch die Motorradsaison länger ist, tendenziell zurück. Allerdings ist zuletzt nicht nur die Zahl der Motorräder, sondern auch die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer gestiegen.

Wie ein Sprecher der Kfz-Sektion des Verbands der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO), mitteilte, haben sich 2013 insgesamt 3.159 Motorradunfälle ereignet. Davon endeten 44 tödlich. Das Jahr 2014 droht, noch schlechter zu werden. Während im ersten Halbjahr 2012 24 Kradfahrer ums Leben gekommen sind, waren es im Vergleichszeitraum in 2013 bereits 36. Nun ist die Zahl im ersten Halbjahr 2014 der bei einem Unfall gestorbenen Zweiradfahrer erneut gestiegen, und zwar auf 44 Personen.

Ältere häufiger in Unfälle verwickelt

Die Problematik konzentriert sich dabei auf eine bestimmte Gruppe, nämlich die „Späteinsteiger“. Konkret geht es um die Altersgruppe „39 plus“, die neu den A-Führerschein macht, ohne jemals zuvor auf einem Motorrad gesessen zu haben. Zwar sind nur ein Prozent aller älteren Motorradfahrer Neustarter, aber 23 Prozent der tödlichen Unfälle fallen in diese Gruppe.

Während junge Motorradlenker immer seltener verunglücken, sind die über 39-Jährigen zunehmend in schwere und tödliche Verkehrsunfälle verwickelt. Jeder zweite tödlich verunglückte Motorradlenker ist mittlerweile älter als 39 Jahre, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Autofahren ist nicht Motorradfahren

In der Regel handelt es sich bei den älteren Bikerneulingen um erfahrene Autolenker, meist Männer, die finanziell bereits gut situiert sind und sich deshalb eine stark motorisierte Maschine kaufen. Allerdings sind die meisten nur als „Freizeitfahrer“ unterwegs.

Nach Aussagen der Verkehrsexperten begehen diese Späteinsteiger häufig den Fehler, dass sie annehmen, sie könnten ein Motorrad genauso gut beherrschen wie bisher das Auto. Doch die jahrelange Fahrerfahrung in einem Auto kann nicht nahtlos auf das Motorradfahren umgelegt werden. „Motorrad-Spätstarter müssen über die speziellen Gefahren beim Biken umfassend und realitätsnah informiert werden“, so die Aussagen des KfV.

Weniger Theorie, mehr Praxis

Verkehrsministerin Doris Bures schloss aus dieser Entwicklung, dass mehr Fahrpraxis notwendig sei. Das Ministerium hat deshalb eine Novelle in Arbeit, die die Führerscheinausbildung ändern und 2015 in Kraft treten soll. Im Wesentlichen sollen der Praxisteil ausgeweitet und der Theorieteil im Gegenzug gekürzt werden. Für Personen ab 39 Jahren ist ein zusätzliches Praxismodul geplant.

Doch auch jeder, der bereits ein motorisiertes Zweirad fährt, kann etwas für seine eigene Sicherheit tun. Entsprechende Tipps Fahr- und Ausrüstungstipps bietet der kostenlos herunterladbare Flyer „Sicheres Motorradfahren“ des KfV. Sinnvoll sind auch Sicherheitstrainings, wie sie zum Beispiel von Automobilclubs wie ARBÖ und ÖAMTC, aber auch von anderen Stellen angeboten werden, bei denen Biker das sichere Kurvenfahren, Überholen und Bremsen ausgiebig üben können.

Damit die Arznei auch wirkt

Damit ein Medikament die gewünschte Wirkung optimal erzielt, ist es wichtig insbesondere die Einnahmeanweisungen auf dem Beipackzettel oder gegebenenfalls die des Arztes genau zu befolgen. Anderenfalls drohen je nach Arznei sogar Gesundheitsschäden.

(kunid) Nach Angaben von Gesundheitsexperten sind ausbleibende Therapieerfolge oder unerwünschte Nebenwirkungen häufig die Folge einer falschen Medikamenteneinnahme. Zu den häufigsten Fehlern zählten eine falsche Dosierung, ein falscher Einnahmezeitpunkt, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel oder die Einnahme in Kombination mit ungeeigneten Getränken oder Lebensmitteln. Daher sollten alle Hinweise der Medikamenten-Packungsbeilage oder auch abweichende Anweisungen vom Arzt zur Einnahme oder Anwendung des Medikaments beachtet werden.

Die verordnete Dosierung und Einnahmedauer einer Arznei sind mit die wichtigsten Kriterien, damit die Arzneimitteltherapie ohne Nebenwirkungen zum gewünschten Erfolg führt. Während eine zu hohe Dosierung bei vielen Medikamenten zu Nebenwirkungen unter anderem zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen kann, bleibt bei einer zu niedrigen Dosierung oftmals die gewünschte Wirkung aus.

Besonders Antibiotika müssen so lange wie verschrieben eingenommen werden. Ein vorzeitiges Absetzen kann dazu führen, dass nicht alle Bakterien beseitigt wurden und es zu einem Rückfall kommt. Zudem kann eine verkürzte Antibiotikaeinnahme nach Angaben der Österreichischen Apothekerkammer zu Resistenzen führen.

Vor, während oder nach dem Essen

Für die Wirkung und Verträglichkeit kann laut Apothekerkammer auch der Zeitpunkt, wann die Arznei eingenommen wird, entscheidend sein. Ist nichts anderes verordnet und soll die Wirkung möglichst rasch einsetzen, zum Beispiel bei einer Kopf- oder Zahnschmerztablette, ist die Arzneimitteleinnahme vor einer Mahlzeit empfehlenswert.

Bei einer „auf nüchternen Magen“ vorgeschriebenen Arzneimitteleinnahme ist in der Regel auf leerem Magen gemeint, was erst mehrere Stunden nach dem letzten Essen erreicht wird. Zudem sollte auch innerhalb der ersten Stunde nach der Arzneieinnahme nichts gegessen werden. Optimal ist beispielsweise eine Stunde vor dem Frühstück.

„Vor dem Essen“ bedeutet laut der Österreichischen Apothekerkammer, dass die Einnahme in etwa mindestens eine Stunde vor der Mahlzeit erfolgen soll. Bei „nach dem Essen“ sollte der Einnahmezeitpunkt zwei Stunden nach der Mahlzeit liegen. Arzneimittel, die „während der Mahlzeit“ einzunehmen sind, sollten je nach vorgeschriebener Häufigkeit zum Beispiel direkt zum Frühstück, Mittag- und/oder Abendessen genommen werden.

„Zwischen den Mahlzeiten“ besagt, dass ein Medikament in gleichem zeitlichem Abstand zwischen zwei Mahlzeiten einzunehmen ist. Ist eine Tagesdosis von drei Tabletten verordnet, sollte die Einnahme in gleichmäßigen Abständen alle acht Stunden plus/minus 30 Minuten während der Wachzeit beispielsweise um 6 Uhr, um 14 Uhr und um 22 Uhr erfolgen.

Wasser statt Kaffee, Saft und Milch

Auch die richtige Körperhaltung bei der Einnahme spielt laut Gesundheitsexperten eine Rolle. Erfolgt die Einnahme in aufrechter Haltung, also sitzend oder stehend, bewirkt dies, dass das Medikament sicher und schnell den Magen erreicht und Reizungen in der Speiseröhre vermieden werden. Viele Tabletten, Kapseln oder Pulver sind mit ausreichend Flüssigkeit zu nehmen, damit sich die Wirkstoffe gut lösen können und vom Körper aufgenommen werden können.

Allerdings sind nach Angaben der Apothekerkammer nicht alle Getränke oder Lebensmittel für die gleichzeitige Einnahme mit Medikamenten geeignet. Je nach Arzneimittel sollte unter anderem auf schwarzen Tee, Kaffee, Fruchtsaft oder Milch oder auch milchhaltige Lebensmittel wie Käse und Joghurt verzichtet werden. Koffein, Fruchtsäure oder auch das Kalzium der Milch können nämlich zu Wechselwirkungen führen, die ungewollte Nebenwirkungen hervorrufen oder die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen.

Alkohol ist während einer medikamentösen Behandlung grundsätzlich zu meiden, damit es nicht zu unberechenbaren gesundheitlichen Auswirkungen kommt. Die meisten Medikamente sollten am besten mit Wasser eingenommen werden. Wer zwei oder mehr verschiedene Arzneimittel am Tag einnehmen muss, sollte vorher beim Arzt oder Apotheker abklären, ob diesbezüglich Wechselwirkungen bekannt sind, die eine Änderung der gewählten Präparate notwendig macht.

Medikamente können zu Sonnenunverträglichkeit führen

Einige Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel, Arzneimittel gegen Epilepsie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Malaria können zur Folge haben, dass die Haut lichtempfindlicher wird und es zu Unverträglichkeiten wie Sonnenbrand-artigen Rötungen, Blasen oder Pigmentstörungen kommt.

Laut Gesundheitsexperten treten derartige Hautreaktionen oft auch bei verschreibungs-pflichtigen Medikamenten mit dem Wasser ausschwemmenden Wirkstoff Hydrochlorothiazid auf.

Nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker sollten derartige Arzneimittel am besten abends eingenommen werden. Zudem sollte das Sonnenlicht in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr vermieden und ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutz vor UV-A-Strahlen benutzt werden.

Beipackzettel immer beachten

Ist es nicht ausdrücklich verordnet oder steht es nicht auf der Packungsbeilage, dürfen Tabletten und Kapseln prinzipiell nicht geöffnet oder geteilt werden. Dadurch könnten nämlich magensaftresistente Überzüge beschädigt werden und sich die Wirkstoffe zu früh auflösen, was zu unerwünschten Folgen wie einer Überdosierung führen kann.

Wer nicht alle Informationen des Beipackzettels versteht, sollte unbedingt nochmals beim Arzt oder Apotheker nachfragen. Wer den Beipackzettel verloren hat, findet im Internet Hilfe auf dem Webportal des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen. Hier ist unter Eingabe des Arzneimittelnamen oder der Zulassungsnummer des Medikamentes die gezielte Suche nach der Gebrauchsinformation (Beipackzettel) möglich.

Verursacht ein Medikament Beschwerden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt und dem Patienten erklärt wurden, ist der Arzt oder Apotheker zeitnah darüber zu informieren.

Mitarbeiterbelohnung der anderen Art

Vielen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist die betriebliche Kollektivversicherung als Pensionsvorsorge trotz diverser Vorteile noch nicht bekannt.

(kunid) Im Vergleich zur Pensionskassenvorsorge kennen viele die betriebliche Kollektivversicherung (BKV) noch nicht. Derzeit sind nach Angaben des Verbandes der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) erst rund 22.200 Beschäftigte in der BKV erfasst, während die Pensionskassen rund 762.000 Anwartschafts-Berechtigte zählen. Und das, obwohl die betriebliche Kollektivversicherung einige Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bietet.

Nach Angaben der Finanzmarktaufsicht ist „die betriebliche Altersvorsorge ein wichtiges Instrument der Altersvorsorge und gewinnt immer mehr an Bedeutung“. Seit 2005 gibt es beispielsweise neben dem Pensionskassenmodell auch eine sogenannte betriebliche Kollektivversicherung (BKV).

Arbeitgeber können hier bis zu zehn Prozent der Bruttolohn- und Gehaltssumme steuer- und lohnnebenkostenfrei in eine BKV und/oder Pensionskasse einzahlen sowie diesen Betrag dann auch als Betriebsausgabe steuerlich absetzen.

Betriebliche Kollektivversicherung

Die BKV bietet nicht nur dieselben steuerlichen Vorteile wie die Pensionskassen für Arbeitgeber, sondern darüber hinaus eine hohe Sicherheit und Garantie für die Arbeitnehmer. Laut Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) wird nämlich im Gegensatz zum Pensionskassenmodell bereits bei Vertragsabschluss die Pensionshöhe dem Arbeitnehmer garantiert.

Zudem sind eingezahlte Arbeitgeber- oder auch freiwillige Arbeitnehmerbeiträge zum Beispiel bei einem Arbeitsplatzwechsel sofort unverfallbar und die einmal zugeteilten Gewinne in der Ansparphase können nicht mehr verloren gehen. Beiträge für die BKV sind beispielsweise eine kostengünstige Alternative zu freiwilligen Lohnerhöhungen. Mit der BKV können Unternehmen unter Umständen auch Verpflichtungen aus bereits gegebenen Pensionszusagen an einen Versicherer auslagern.

Neben den steuerlichen Vorteilen und den Ersparnissen bei den Lohnnebenkosten hat eine derartige betriebliche Altersvorsorge weitere nicht zu unterschätzende Vorteile für eine Firma, die eine solche Pensionsvorsorgelösung seinen Mitarbeitern anbietet. Dies stärkt zum einen das soziale Ansehen des Unternehmens sowie die Attraktivität als Arbeitgeber und wirkt sich zum anderen auch positiv auf die Motivation und Bindung der Mitarbeiter aus.

Wechselmöglichkeit

Seit der letzten Reform des Pensionskassensystems können alle Personen, die bereits Anwartschafts-Berechtigte in einer Pensionskasse sind, ab dem 55. Lebensjahr bis maximal zum Pensionseintritt von einer Pensionskassenlösung in eine BKV wechseln. Wer umsteigen möchte, muss dies bis 31. Oktober eines Kalenderjahres bekannt geben, damit der Wechsel zum 1. Jänner des folgenden Kalenderjahres erfolgen kann.

Die Voraussetzung für diese Wahlmöglichkeit ist, dass der Arbeitgeber eine entsprechende arbeitsrechtliche Grundlage, wie eine Betriebsvereinbarung oder eine Einzelvereinbarung mit dem Arbeitnehmer und eine betriebliche Kollektivversicherung mit einem Versicherer abgeschlossen hat. Auch ein Komplettumstieg der Arbeitnehmer eines Unternehmens von der Pensionskasse in die BKV ist möglich.

Über die Einzelheiten, wie Unternehmen die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge nutzen können und welche teils auch staatlich geförderten Pensionsvorsorge-Lösungen es für Arbeitnehmer sonst noch gibt, berät ein Versicherungsexperte.

Einbrüche: Wenn der Spülkasten zum Safe mutiert

Im Schnitt kommt es in Österreich zu mehr als 318 Einbruch-Diebstählen pro Woche – die Zahl müsste jedoch nicht so hoch sein, wie unter anderem Experten des Bundeskriminalamts betonen.

(kunid) Über 16.500 Einbruch-Diebstähle wurden letztes Jahr in Österreich registriert. Unnötig viele, wie der Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO), das Bundeskriminalamt und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) meinen. Viele Österreicher unterschätzen nämlich sowohl das Einbruchsrisiko als auch den Wert der Gegenstände in den eigenen vier Wänden. Zudem sind Sicherheitsmaßnahmen häufig unzureichend.

16.548 Einbruch-Diebstähle in Wohnungen und Einfamilienhäusern sind 2013 in Österreich angezeigt worden. Das waren 7,1 Prozent mehr als in 2012 mit 15.454 Fällen. Allerdings könnte die Anzahl der Einbruch-Diebstähle um einiges niedriger sein, denn nach wie vor werde es Dieben oft viel zu leicht gemacht, wie der Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) betont.

Die meisten Einbrecher vertrauen auf „ganz simple Tricks“. In der Regel benötigt ein professioneller Einbrecher nur etwa 15 Sekunden, um durch ein ungesichertes Fenster oder eine Terrassentür in ein Objekt einzudringen.

„Bei mir gibt es eh nichts zu holen“ – Irrtum

Nicht immer sind sich aber die Bewohner der möglichen Sicherheitsrisiken – für sich selbst, aber auch für andere – bewusst. Zudem wird der Wert der eigenen Gegenstände gerne unterschätzt. Laut einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zur Verwahrung von Wertgegenständen in Wohnobjekten wird zudem die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, stark unterschätzt.

Die Studie zeigt, dass sich rund 43 Prozent der befragten Österreicher keine oder nur selten Sorgen darüber machen, dass es zu einem Einbruch kommen könnte.

Zwar gibt es eine erkennbare latente Unsicherheit, so gaben rund 73 Prozent an, sich schon einmal Gedanken über die sichere Verwahrung von Wertgegenständen gemacht zu haben, dennoch setzen viele sinnvolle Sicherungsmaßnahmen oft nicht oder nur unzureichend in die Tat um.

Tricks, die keine sind

Satte 89 Prozent der befragten Personen erachten ein Schließfach außerhalb der eigenen Wohnung als sichersten Ort zur Aufbewahrung von Wertgegenständen. Nichtsdestotrotz werden Verstecke in der eigenen Wohnung von 34 Prozent ebenfalls als sicher angesehen. Bargeld und teurer Schmuck werden folglich in Schubladen, unter dem Wäschestapel oder in Schrankecken deponiert.

Allerdings: „In der Regel kann man davon ausgehen, dass Einbrecher als Wiederholungstäter viel Erfahrung darin besitzen, wo Menschen ihr Hab und Gut verstecken. Scheinbar kreative Verstecke entpuppen sich als schnell entdeckt. Den Zweitschlüssel in der Garage, im Blumentopf oder auf dem Türstock findet jeder“, warnt Dr. Othmar Thann, Geschäftsführer der KfV.

Das gelte auch für Tricks aus den verschiedensten Filmen. „Die Juwelen im Tiefkühlfach oder umhüllt von einem Plastikbeutel schwimmend im Spülkasten sind schon so oft im Fernsehen gezeigt worden, dass diese Verstecke nicht mehr originell sind. Wertgegenstände gehören, wenn sie in der Wohnung aufbewahrt werden, in einen sicher verbauten Tresor“, so Thann.

Schutzmaßnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein

„Die Verletzung der Privatsphäre verändert nicht nur das verloren gegangene Sicherheitsgefühl, sie kann auch Auslöser für schwerwiegende psychische Schäden sein, welche oft Jahre andauern können und sogar bis zur Aufgabe der Wohnung und zum Austausch der gesamten Kleidung führen können“, ergänzte Generalmajor Gerhard Lang, Leiter der Strategieabteilung im Bundeskriminalamt.

Dennoch schützen sich sehr viele Menschen erst, wenn bereits eingebrochen wurde, so Lang weiter. Dabei könnten nach Expertenaussagen bereits einfache Präventionsmaßnahmen im Vorfeld das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, deutlich verringern.

Diese Maßnahmen seien aber nur dann sinnvoll, wenn sie konsequent angewendet und aufeinander abgestimmt werden. Lang: „Eine Mehrfachverriegelung hindert zwar den Einbrecher daran, das Türschloss zu knacken, wenn jedoch der danebenliegende Lichtschacht nur ungenügend gesichert ist, wird er auf diesem Weg in kurzer Zeit ins Haus eindringen.“

70 Prozent sind Spontantäter

Die Mehrheit der Einbrecher sind übrigens Gelegenheitstäter: „In den meisten Fällen wissen Einbrecher vor der Tat nicht genau, welche Beute sie erwartet. Nur 30 Prozent der Einbrecher sind Plantäter, der Rest entscheidet sich spontan zum Begehen einer Straftat. Ausgewählt werde das Zielobjekt in erster Linie nach dem Entdeckungsrisiko, nach dem Schwierigkeitsgrad, in das Haus eindringen zu können, und dann nach dem Beutewert“, so Othmar Ederer, Vizepräsident des VVO.

Die Sicherheitsexperten des VVO empfehlen folgende Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Einbrechern:

  • Fenster mit Spezialverriegelung erschweren das Aushebeln. Fenster der Widerstandklasse 2 (WK2) gewährleisten zumindest mehrere Minuten Widerstand.
  • Einbau von Sicherheitstüren, die der ÖNORM B5338 entsprechen (sechs Klassen, Klasse drei wird für den Heimbereich empfohlen).
  • Haus- und Nebeneingangstüren mit vorstehenden Zylindern und abschraubbaren Beschlägen gegen einbruchssichere Schlösser austauschen.
  • Fenster und Terrassentüren schließen. Ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher genauso ein leichtes Spiel wie ein offenes Fenster.
  • Wichtig ist auch guter Nachbarschaftskontakt. Wer weiß, was vorgeht, kann ungewöhnliche Aktivitäten erkennen und diese der Polizei sofort melden.

Im Freien arbeiten und gesund bleiben

Wer trotz Sonne und Hitze draußen arbeiten muss, ist diversen Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Mit dem richtigen Verhalten können jedoch die gesundheitlichen Risiken minimiert werden.

(kunid) Bauarbeiter, Landwirte, Spengler, Zimmerer, Dachdecker und Straßenarbeiter sowie zahlreiche andere Beschäftigte müssen auch trotz Hitze und direkter Sonneneinstrahlung im Freien arbeiten. Die Experten der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) sowie des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz geben Tipps, wie sich dennoch Gesundheitsschäden vermeiden lassen.

Längere körperlich anstrengende Tätigkeiten bei einer Temperatur ab 26 Grad Celsius können zu einem Hitzekollaps oder Hitzschlag führen, da dem Körper durch vermehrtes Schwitzen schnell Flüssigkeit und Mineralstoffe fehlen.

Erste Anzeichen sind Übelkeit, Schwindel, Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen. An heißen Tagen sollte daher viel getrunken werden, am besten Trink- oder Mineralwasser.

Zu viel Sonne bei der Arbeit

Doch auch eine ununterbrochene Sonneneinstrahlung kann die Gesundheit gefährden, wenn man zu lange ohne Kopfbedeckung in der prallen Sonne ist. Dadurch sind eine Reizung sowie eine Entzündung der Hirnhäute und damit einen Sonnenstich möglich, der zu Bewusstseinstrübung, zum Koma, und bis hin zum Tod führen kann.

Vor allem Menschen mit wenigen oder ohne Haare sind besonders gefährdet und sollten daher nur mit Kopfbedeckung arbeiten.

Nach Angaben von Gesundheitsexperten sind Beschäftigte, die regelmäßig draußen arbeiten, einer weitaus höheren Belastung durch UV-Strahlung und damit einem höheren Hautkrebsrisiko ausgesetzt als Erwerbstätige, die nur in geschlossenen Räumen arbeiten.

Schutz für den Körper und die Augen

Deshalb sollte nicht nur der Kopf, sondern auch der Körper mit einer Kleidung, die einen Lichtschutzfaktor für Textilien (UPF) von 20 oder mehr hat, bedeckt sein. Körperstellen, die nicht bekleidet sind, wie Hände, Gesicht und Hals, sollten mit einer Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 geschützt werden.

Experten empfehlen zudem regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, um krebsverdächtige Veränderungen der Haut rechtzeitig zu erkennen.

Selbst die Augen können bei zu viel Sonneneinstrahlung geschädigt werden: Eine UV-A-Strahlung, die auf das Auge einwirkt, wird von der Augenlinse absorbiert und kann als Langzeitfolge zum Grauen Star (Katarakt), also zur Trübung der Augenlinse führen. Daher ist es wichtig, bei einem längeren Aufenthalt im Freien eine geeignete UV-Schutzbrille mit dem CE-Zeichen zu tragen.

Arbeitgeber in der Pflicht

Übrigens: Arbeitgeber sind nach dem Arbeitnehmerschutz-Gesetz in der Pflicht. Sie müssen Arbeitsvorgänge sowie Arbeitsplätze so gestalten und Maßnahmen treffen, dass Arbeitnehmer keinen erheblichen Beeinträchtigungen durch blendendes Licht, Wärmestrahlung, Hitze oder vergleichbaren Einwirkungen ausgesetzt sind oder diese möglichst gering bleiben.

Arbeitgeber sollten wenn möglich Arbeiten in Schattenbereiche verlegen sowie die Arbeits- und Pausenzeiten auf das Klima abstimmen und beispielsweise den Arbeitsbeginn in die frühen Morgenstunden verschieben.

Einen Flyer und einen Leitfaden mit Tipps für die Arbeit im Freien zum Schutz gegen schädliche UV-Strahlen und Hitze gibt es zum kostenlosen Herunterladen als PDF-Datei vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Weitere Handlungsempfehlungen finden sich auch auf den Webseiten der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA).

Damit ein Großschaden nicht in die Firmenpleite führt

Bei Brand-, Sturm- oder Überschwemmungsschäden in Firmen sind oft nicht nur Sachwerte betroffen. Ertragsausfälle durch Folgeschäden wie Betriebsausfall und Produktionsstillstand können ohne den richtigen Versicherungsschutz das finanzielle Ende eines Unternehmens bedeuten.

(kunid) Die meisten Unternehmer denken in erster Linie an die Absicherung möglicher Sachschäden infolge Brand, Sturm oder Diebstahl am Geschäftsgebäude oder an Maschinen, Einrichtung, Waren und Vorräten. Im Schadenfall drohen jedoch auch hohe Ertragsausfälle, bis der alte Zustand wiederhergestellt ist. Die laufenden Kosten, zum Beispiel für Löhne und Gehälter, Kredite und Pacht, müssen nämlich weiterbezahlt werden. Für Firmen, die nicht passend abgesichert sind, ein nahezu unlösbares Problem.

Zwar ist den meisten Unternehmern eine Betriebs-, Inhalts- oder Geschäftsversicherung, die ähnlich der privaten Haushaltsversicherung für einen entstandenen Sachschaden in einem Betrieb durch Brand, Einbruch-Diebstahl/Raub, Leitungswasser, Sturm und Hagel einspringt, bekannt.

Doch dieser Versicherungsschutz alleine reicht bei einem Großschaden nicht aus, dass die betroffene Firma finanziell abgesichert ist. Denn bei einem solchen Schaden muss mit Ertragsausfällen infolge eines Betriebsstillstandes gerechnet werden, wenn Maschinen, Anlagen und Gebäudeteile nicht umgehend repariert oder ein Ersatz dafür beschafft werden können.

Abgesichert bei Betriebsstillstand

Hilfreich ist in diesem Fall eine Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Der Versicherungsumfang ist optional wählbar. Je nach Vereinbarung deckt sie einen aus einem Sachschaden, also Brand-, Sturm- oder Leitungswasserschaden, entstandenen Ertragsausfall ab. Kleinere Betriebe und Freiberufler können sich bei vielen Versicherern zudem gegen einen Ertragsausfall, der aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit des Geschäftsinhabers verursacht wurde, versichern.

Die Betriebsunterbrechungs-Polizze ersetzt die fortlaufenden Betriebskosten, aber auch den entgangenen Gewinn, bis das Unternehmen wieder planmäßig arbeiten kann, beziehungsweise maximal bis zu dem im Versicherungsvertrag vereinbarten Zeitraum.

Kombinierter Schutz

Eine Betriebsunterbrechungs-Polizze wird entweder als separater Vertrag oder auch als Kombiprodukt in Verbindung mit einer Betriebs-, Inhalts- oder Geschäftsversicherung angeboten. Welche Polizzenvariante sinnvoll ist, hängt von den benötigten Versicherungssummen ab. In vielen kombinierten Polizzen ist die Versicherungssumme für einen Betriebsunterbrechungs-Schaden auf einen festgelegten Anteil der Versicherungssumme, die in der Betriebsversicherung für die Sachschäden gilt, beschränkt.

Beispiel: In der Geschäftsversicherung ist eine Versicherungssumme von 100.000 Euro für den zu versicherten Wert des Firmeninventars mit Maschinen, Möbeln, Waren und Vorräten vereinbart. Die Versicherungssumme für die im Versicherungsvertrag mitversicherte Betriebsunterbrechungs-Versicherung ist auf maximal 50 Prozent der in der Geschäftsversicherung abgeschlossenen Versicherungssumme beschränkt. Im Falle eines Betriebsunterbrechungs-Schadens würde der Versicherungskunde daher maximal 50.000 Euro erhalten.

Bei hohen Erträgen

Für Firmen mit einem hohen Ertrag empfiehlt sich eine eigenständige Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Bei dieser Polizze wird die frei zu vereinbarende Versicherungssumme entsprechend dem tatsächlichen Bedarf ermittelt und versichert. Der tatsächliche Bedarf setzt sich unter anderem aus den üblicherweise im Unternehmen erwirtschafteten Gewinn sowie den anfallenden Kosten und Ausgaben wie Löhnen, Leasing-, Pacht- und Mietkosten und den weiterlaufenden Kreditverpflichtungen zusammen.

Die Versicherungssumme und der Versicherungsumfang können zudem je nach versichertem Risiko, also beispielsweise für Brand, Sturm, Leitungswasser und/oder Sturm bedarfsgerecht vereinbart werden. Tipp: In vielen Betriebs-, aber auch Betriebsunterbrechungs-Versicherungen lassen sich auch Schäden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmung, Schneedruck und Erdrutsch optional absichern.

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